Sorge um die Lehrerbildung : "Unis sollen Lehramtsstudierende ernst nehmen"

Stifterverband und Hochschulrektoren: Wenn die Inklusion in der Schule gelingen soll, muss die Lehrerbildung deutlich gestärkt werden

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Mit der Reform der Lehrerbildung an den Universitäten steht und fällt das große Projekt der Inklusion. In den reformierten Studiengängen und den allerorten entstehenden Zentren für Lehrerbildung soll der pädagogische Nachwuchs auf die zunehmende Heterogenität im Klassenzimmer besser als bisher vorbereitet werden. Der Stifterverband für die Deutsche Wirtschaft und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) befürchten nun, die Reformen könnten nicht konsequent genug verfolgt werden. Sie haben jetzt insbesondere die Hochschulleitungen aufgefordert, die Lehrerbildung „ebenso ernst zu nehmen wie die Qualifizierung aller anderen Studierenden“. Dazu gehöre, „sie hochschulintern zu stärken und ihre Einrichtungen und Fachgebiete ideell und materiell zu unterstützen“, heißt es in einer Berliner Erklärung zur Lehrerbildung, die Stifterverband und HRK am Donnerstag veröffentlicht haben.

Alle Bereiche der Hochschulen, die mit dem Lehramtsstudium zu tun haben – Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften –, müssten intensiv kooperieren. Vor allem die Fachdidaktiken sollten gefördert werden, hier drohten zudem „erhebliche Nachwuchsprobleme“. Doch die Unis dürfen nicht bei der besseren Betreuung der Studierenden stehen bleiben, sondern auch die dritte Phase, also die wissenschaftliche Fort- und Weiterbildung einbeziehen.

An die Länder gerichtet heißt es, externe Förderung wie die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ reiche nicht aus, notwendig sei auch eine auskömmliche Grundfinanzierung.

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