Wissen : SPD: Bund soll Wohnheimplätze schaffen

Die SPD-Fraktion im Bundestag wirft Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) vor, keine Konzepte für die Linderung der studentischen Wohnungsnot zu haben. Swen Schulz, der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion, erklärte, Ramsauer gehe offenbar ohne Konzept in die von ihm selbst angeregten Gespräche mit den Ländern und Verbänden. Ramsauer lehne eine Neuauflage eines Bund-Länder-Programms für die Schaffung bezahlbarer Wohnungen ab, da der Bund seit der Föderalismusreform nicht mehr zuständig sei. Die Bundesregierung habe auf Nachfrage lediglich erklärt, sie wolle mit dem von Ramsauer angeregten Runden Tisch die Plattform für eine Diskussion schaffen: „Die eigentlich gute Initiative von Ramsauer droht zur Showveranstaltung zu werden“, erklärte Schulz. Von einem Engagement des Bundes würden aber „nicht nur Studierende profitieren, sondern auch die übrigen Mieterinnen und Mieter, da der gesamte Wohnungsmarkt entlastet würde“.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert eine Ergänzung des Hochschulpaktes von Bund und Ländern durch Maßnahmen zur Schaffung von Wohnraum. Das Deutsche Studentenwerk fordert 25 000 zusätzliche Wohnheimplätze über ein Bund-Länder-Programm, wie es in den 90er Jahren aufgelegt wurde, zu schaffen. Die 58 Studentenwerke bieten derzeit rund 183 000 Wohnheimplätze. Die durchschnittliche Warmmiete beträgt 214 Euro im Monat. akü

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