Wissen : SPURENSUCHE IM ALL

Rund 80 Prozent der Materie im Universum sind dunkel und verraten sich nur durch ihre Schwerkraft. Nur diese dunkle Materie hält Galaxien und Galaxienhaufen zusammen. Doch woraus besteht sie? Auch auf diese Frage erhoffen sich die Astronomen von Glast eine

Antwort. Denn wenn die dunkle Materie aus bislang unbekannten Elementarteilchen besteht – und davon geht die Mehrheit der Forscher aus – können sich diese Teilchen bei Zusammenstößen

gegenseitig vernichten. Ihre Masse

wandelt sich dabei in Energie um – in Form von Gammastrahlung.

Das Hauptinstrument von Glast, das Large Area Telescope (Lat) – also ein Teleskop mit großem Gesichtsfeld –

besteht aus 16 Detektoren mit je

18 Schichten aus Siliziumstreifen und Wolframfolien. Trifft ein Gammateilchen auf ein Wolframatom, wandelt es sich in ein Elektron-Positron-Paar um. Positronen sind die positiv geladenen Antiteilchen der Elektronen. Die beiden Teilchen hinterlassen eine Spur in den

Siliziumstreifen, aus der sich die Richtung, aus der die Strahlung gekommen ist, recht genau berechnen lässt.

Anschließend treffen die Teilchen auf ein Kalorimeter, in dem sie ihre Bewegungsenergie abgeben. So können die Forscher auch die Energie des ursprünglichen Gammaquants bestimmen. kay

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