• Stiftung baut Berliner Exzellenz auf Elite-Projekte können zusätzliches Geld erhalten

Wissen : Stiftung baut Berliner Exzellenz auf Elite-Projekte können zusätzliches Geld erhalten

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Die Einstein-Stiftung will Berliner Forschungsverbünden bei der Bewerbung um ihre Weiterförderung helfen. Ab sofort könnten Cluster und Graduiertenschulen, die in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördert werden, eine zusätzliche Finanzierung als Einstein-Zentrum beantragen, teilte die Einstein-Stiftung am Freitag mit. Auch für von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Forschungszentren sei die neue Programmlinie der Stiftung offen, hieß es.

Möglich sei eine Förderung in drei Stufen, sagte die Geschäftsführerin der Einstein-Stiftung, Marion Müller. Als Anschubfinanzierung könnten Forschungsverbünde 100 000 Euro beantragen, in einem zweiten Schritt 300 000 Euro und in einem dritten jährlich 2,5 Millionen Euro. Das habe der Stiftungsrat jetzt beschlossen. Es gehe in erster Linie darum, Projekte, die für den Wissenschaftsstandort Berlin zukunftsweisend seien, auch nach dem Ende der Exzellenzinitiative weiterzufinanzieren. Nach Perspektiven zur Verstetigung der Vorhaben fragten auch DFG und Wissenschaftsrat, die in den kommenden Monaten über Neuanträge und Verlängerungen entscheiden werden.

Unter den weiteren jetzt eingeführten Programmlinien der Stiftung sind Einstein Junior Fellowships, mit denen die Berliner Unis jeweils drei bis vier exzellente Nachwuchswissenschaftler für drei Jahre weiterbeschäftigen können, und die Förderung von Postdoktoranden, die Berliner Nachwuchsgruppen aus dem Ausland einladen können.

Der neue Vorstandsvorsitzende der Einstein-Stiftung, der Mathematiker Martin Grötschel, bezeichnete die neuen Programmlinien als „tragfähiges Fundament“, „das die Arbeitsfähigkeit und den Nutzen der Stiftung für Berlin unter Beweis stellt“. Die Stiftung zeige damit, dass sie in der Lage sei, „die Spitzenforschung des Landes nachhaltig finanziell abzusichern und strukturell zukunftsfähig zu halten“, erklärte Grötschel.

Anfang Juli hatte der Berliner Landesrechnungshof die 2009 gegründete Einstein-Stiftung, wie berichtet, scharf gerügt. Kritisiert wurden insbesondere „zahlreiche Mängel bei der Stiftungsgründung sowie bei der Verwendung der zur Verfügung gestellten Mittel“, heißt es in einem Bericht der Rechnungsprüfer. Grötschel hatte betont, er nehme die Vorwürfe „sehr ernst“. Viele Kritikpunkte seien aber in den letzten Monaten bereits ausgeräumt worden. -ry

Weitere Informationen im Internet:

www.einsteinfoundation.de/blog/de/pages/Programmlinien

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