Wissen : Strahlende Winzlinge für Bildschirme Leuchtende Nanopartikel benötigen weniger Strom

Der Deutsche Zukunftspreis geht in diesem Jahr an ein Forscherteam der Firma Bosch in Reutlingen. Bundespräsident Horst Köhler (CDU) überreichte die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung am Mittwochabend in Berlin. Jiri Marek, Michael Offenberg und Frank Melzer wurden für die Entwicklung mikromechanischer Sensoren ausgezeichnet.

Die Geräte erfassen beispielsweise Beschleunigungen oder Druckunterschiede und werden mittlerweile in vielen tragbaren Geräten eingesetzt: in Laptops, um bei Erschütterungen die Festplatte abzuschalten, zur Bedienung von Mobiltelefonen oder für Spielkonsolen. Solche Sensoren sind seit Jahren aus dem Automobilbau bekannt. Den Preisträgern gelang es jedoch, die Geräte mit Hilfe spezieller Ätzverfahren auf eine Größe von nur drei mal drei Millimetern zu schrumpfen, so dass sie heute vielfältig eingesetzt werden können.

Der Zukunftspreis, oftmals auch als deutscher „Innovations-Oscar“ bezeichnet, wurde zum zwölften Mal vergeben. In diesem Jahr standen allerdings nur drei Teams im Finale: Kurz nach der offiziellen Nominierung im Oktober zog die Jury das vierte Projekt „Mitwachsende Herzklappen zur Implantation im Kindesalter“ von Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover wieder zurück. Grund dafür ist ein Streit um Patentrechte, die Wissenschaftler der Berliner Charité für ähnliche Versuche beanspruchen. nes/mit dpa

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