Wissen : Streit um Gebühren in Niedersachsen

Der Freie Zusammenschluss von Studentenschaften (fzs) kritisiert, dass Niedersachsen auch nach der geplanten Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren im Jahr 2014 weiter Langzeitgebühren erheben will. Finanziell seien die Gebühren, die nur ein Bruchteil der Studierenden zahlen muss, für den Wissenschaftsbetrieb unerheblich, erklärte fzs-Vorstand Erik Marquardt am Mittwoch. „Die Gebühren treffen genau die Studierenden, denen ein zügiges Studium aufgrund von Krankheit, sozialer Lage oder ehrenamtlichem Engagement nicht möglich war.“

Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Klajic (Grüne) hat angekündigt, dass Studierende künftig 500 Euro pro Semester zahlen müssen, wenn sie die Regelstudienzeit um sechs Semester überschritten haben. Bislang wird die Gebühr ab vier Semestern fällig und beträgt bis zu 800 Euro. Studierende mit Kindern, pflegebedürftigen Angehörigen sowie hochschulpolitisch Engagierten sollten zusätzliche Zeiten angerechnet werden. Ob die allgemeinen Studiengebühren 2014 zum Sommersemester oder erst zum Wintersemester abgeschafft werden, solle bei den Haushaltsverhandlungen im Juli entschieden werden, erklärte die Ministerin. -ry

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