Wissen : Studenten sollen für Demo freibekommen

Die seit Wochen anhaltenden Studentenproteste gegen das Bachelor-Master-System flauen nicht ab. Trotz Hörsaalräumungen etwa in Frankfurt am Main sind weiter Räume an vielen Unis besetzt. Am 10. Dezember ist ein neuer Höhepunkt der Aktionen zu erwarten – dann befasst sich die Konferenz der Kultusminister in Bonn mit der Situation der Hochschulen. Die Polizei rechnet mit mehreren tausend Demonstrationsteilnehmern.

Der Deutsche Hochschulverband unterstützt die Demonstration. Verbandspräsident Bernhard Kempen ruft „alle Dozentinnen und Dozenten dazu auf, ihre Lehrveranstaltungen zu verschieben“, um den Studierenden Zeit für ihren Protest „gegen die fehlerhafte Umsetzung der Bologna-Reformen“ zu geben. Kempen fordert, Korrekturen an den Studiengängen sollten mit einem Sofortprogramm bis zum Sommersemester 2010 umgesetzt werden.

In Berlin will Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner im Januar mit den Hochschulen eine Arbeitsgruppe bilden. Sie solle bis zum Ende des Sommersemesters „den möglichen Optimierungsbedarf der Studien- und Prüfungsordnungen“ ermitteln, erklärte Zöllner. -ry (mit dpa)

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