Wissen : Studie: Bund und Länder verfehlen  Bildungsziele

Auch vier Jahre nach dem Bildungsgipfel der Regierungschefs von Bund und Ländern ist die Verwirklichung vieler ausgerufener Reformziele noch in weiter Ferne. Dies zeigt eine aktuelle Bilanzstudie im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die der Bildungsforscher Klaus Klemm zum dritten Mal erstellt hat. So fehle für den weiteren Krippenausbau das Fachpersonal. Die Zahl der Schüler ohne Hauptschulabschluss, die bis 2015 eigentlich halbiert werden soll, sei seit 2008 lediglich von 7,4 auf 6,2 Prozent eines Jahrganges reduziert worden. Ähnlich verhält es sich bei jungen Menschen ohne Berufsabschluss.

Dagegen wurde die angekündigte Anhebung der Zahl der Studienanfänger auf 40 Prozent pro Jahrgang weit übertroffen. Unter Einberechnung der ausländischen Studierenden in Deutschland nehmen derzeit 50,9 Prozent eines Jahrganges eine akademische Ausbildung auf. Die öffentlichen und privaten Bildungsausgaben lagen im Jahr 2010 bei 9,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, also knapp unter dem von Bund und Ländern für das Jahr 2015 angestrebten Zehn-Prozent-Ziel. dpa/tiw

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