Wissen : Studie: Studiengebühren schrecken ab

Wie stark schrecken Studiengebühren Abiturienten vom Studium ab? Eine aktuelle, aber bisher nicht veröffentlichte Studie im Auftrag von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) zeigt jetzt, dass vom Abiturientenjahrgang 2006 bis zu 18 000 junge Menschen wegen der neuen Gebühren kein Studium aufgenommen haben. Das berichtet die Agentur dpa, der die Studie vorliegt.

Nach der Studie verzichten insbesondere Frauen und junge Menschen aus bildungsfernen Elternhäusern häufiger auf das Studium. Dagegen lassen sich Kinder aus Akademikerfamilien „deutlich seltener in ihrer Hochschulwahl beeinflussen“, stellt das Hochschul-Informations-System in der Studie fest. Die Gebührendebatte habe unter Abiturienten zu „erheblicher Verunsicherung“ beigetragen – auch in Ländern, die noch keine Gebühren verlangen. Weiter heißt es, eine Abwanderung von Studieninteressierten von „Gebührenländern“ in „Nicht-Gebührenländer“ sei „in großem Umfang nicht zu verzeichnen“. Gleichwohl wollten im Vergleich zu früheren Jahren weniger Abiturienten aus dem Osten im Westen studieren, wo Gebühren verlangt werden.

Schavan bestätigte, dass in ihrem Hause zwei Studien vorlägen: eine Abiturientenbefragung des Jahrganges 2006 sowie eine Studienanfängerbefragung 2007. Sie würden in etwa vier Wochen veröffentlicht. Für 91 Prozent der jungen Menschen würden Gebühren bei der Studienentscheidung keine entscheidende Rolle spielten, sagte Schavan.

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