Studie : Wer einen Uniabschluss hat, wird nicht so schnell arbeitslos

Ein Studium bleibt die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit: Von den Universitätsabsolventen des Prüfungsjahrgangs 2001 waren fünf Jahre nach dem Examen laut einer neuen Studie nur drei Prozent arbeitslos.

Unter den Absolventen der Fachhochschulen desselben Jahrgangs hatten zwei Prozent keine Arbeit. Einer regulären Erwerbstätigkeit als Arbeitnehmer oder Selbstständiger gingen 86 Prozent der Befragten nach. Ein Jahr nach Studienende waren es 54 Prozent gewesen. Für die Studie, die heute veröffentlicht wird und dem Tagesspiegel vorliegt, befragte das Hochschul-Informationssystem (HIS) im Auftrag des Bundesforschungsministeriums 5400 Absolventen.

Übergangsjobs oder Honorartätigkeiten spielen für die Absolventen fünf Jahre nach dem Examen praktisch überhaupt keine Rolle (je zwei Prozent). Besonders hoch ist der Anteil der regulär Erwerbstätigen unter den Fachhoschulabsolventen der Elektrotechnik, des Maschinenbaus und des Wirtschaftsingenieurwesens mit je 97 Prozent. Auch unter den Uniabsolventen schneiden die Technikwissenschaftler mit ähnlichen Werten am besten ab. Die Quote der regulär beschäftigten Sprach- und Kulturwissenschaftler liegt bei 80 Prozent. Die Zahl der Absolventen, die ihren Job als angemessen empfinden, steigt: 67 Prozent der Uniabsolventen gaben an, sie seien „adäquat“ beschäftigt. Vom Jahrgang 1997 sagten das fünf Jahre nach Ende des Studiums 61 Prozent.

Zwischen Frauen und Männern besteht laut der Studie in der Berufswelt immer noch ein Gefälle. Die Männer des Jahrgangs 2001 verdienten im Schnitt 8600 Euro mehr im Jahr als die Frauen. „Beinahe ausschließlich“ Frauen gaben an, nach dem Examen Zeit für Kinderbetreuung aufgewendet zu haben, anstatt zu arbeiten. „Auch bei Hochschulabsolventen dominieren traditionelle Muster der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung“, heißt es in der Studie. tiw

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