Wissen : Studie: Wie Mediziner lernen sollten

Eine flächendeckende Neuorientierung in der Medizinerausbildung empfiehlt das Institut für Arbeit und Technik (IAT) an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Zwar müsse das Studium weiterhin auf einem soliden naturwissenschaftlichen Fundament stehen. Doch nicht nur in Reformstudiengängen sollten frühzeitig Praxisbezüge und Patientenorientierung vermittelt werden. Das zeige eine jetzt veröffentlichte Studie über „Zukunftsfähige Qualifikations- und Kompetenzprofile für Ärztinnen und Ärzte“ im Auftrag der Berliner Initiative Gesundheitswissenschaft, heißt es.

Deutschland brauche „nicht nur mehr, sondern vor allem andere Ärzte“, erklärte IAT-Direktor Josef Hilpert am Dienstag. Medizinstudierende müssten auch Einblicke in die Gesundheitswissenschaften (Public Health) bekommen, um etwa gesellschaftliche Ursachen von Krankheiten zu erkennen. Sie sollten betriebs- und personalwirtschaftliche Kenntnisse erwerben und lernen, interdisziplinär und mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten. -ry

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