Studie zu Fachhochschulen : FHs aus Berlin lehren am günstigsten

Die Kosten für einen Studienplatz sind an den Fachhochschulen in Berlin besonders niedrig. Das ergibt ein Vergleich von 18 norddeutschen Fachhochschulen.

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Im Blick. Die Bibliothek der Beuth-Hochschule Berlin. Foto: promo
Im Blick. Die Bibliothek der Beuth-Hochschule Berlin.Foto: promo

So betragen die jährlichen Lehrkosten für einen Bachelor-Studienplatz in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) 3240 Euro. Das sind gut tausend Euro weniger als der Durchschnitt aller norddeutschen Fachhochschulen. Weniger Geld als die HTW gibt keine FH aus. Auch die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR, 3500 Euro) und die Beuth-Hochschule (3510 Euro) liegen weit unter dem Schnitt von 4270 Euro. Die höchsten Studienplatzkosten hat demnach die Fachhochschule in Neubrandenburg, die mit 6350 Euro fast doppelt so viel ausgibt wie die HTW Berlin. Den Vergleich veröffentlichte das Hochschul-Informations-System (His) am Mittwoch (hier die gesamte Studie).

Ähnlich sieht das Bild in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern aus. Hier ist erneut die HTW die günstigste unter den norddeutschen FHs. Mit 3940 Euro gibt sie nur zwei Drittel des Mittelwertes von 6030 Euro für einen Bachelor-Platz aus. Die HWR und die Beuth-Hochschule liegen ebenfalls unter dem norddeutschen Schnitt. Am meisten Geld hat hier die FH Wismar zur Verfügung (8770 Euro).

Gemischte Ergebnisse erzielen die Berliner Fachhochschulen bei den eingeworbenen Drittmitteln. In den Ingenieurwissenschaften liegt die HTW knapp unter dem norddeutschen Mittelwert von 33 600 Euro, die jede Professorin und jeder Professor im Jahr einwirbt. Die Beuth-Hochschule kommt sogar deutlich unter den Mittelwert. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften stehen die beiden Hochschulen besser da, beide kommen deutlich über den Mittelwert von 15 100 Euro pro Professor. Die HWR liegt unter dem Schnitt.

Insgesamt konnten die FHs in Norddeutschland im Vergleich zur letzten His-Analyse im Jahr 2009 ihre Forschungsgelder deutlich steigern: In den technischen Fächern um 40 Prozent, in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften um 30 Prozent. Dafür ist die Zahl der Absolventen pro Wissenschaftler leicht gesunken. Die neue Analyse bildet den Stand von 2011 ab.

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