Studieren in Ostdeutschland : Studienanfänger an Ostunis sind besser informiert

Die wichtigste Informationsquelle für Erstsemester bundesweit sind die Homepages der Hochschulen. Auch Rankings werden häufiger beachtet. Dabei fühlen sich die Studierenden in Ostdeutschland besser informiert.

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Anhaltspunkte. Wichtig ist Studienbewerbern auch der gute Ruf der Uni.
Anhaltspunkte. Wichtig ist Studienbewerbern auch der gute Ruf der Uni.Foto: picture-alliance / ZB

Studienanfänger an ostdeutschen Hochschulen fühlen sich besser informiert als ihre Kommilitonen in den westlichen Bundesländern. Während sich die Erstsemester an Unis und Fachhochschulen zwischen Rostock und Dresden mit ihrem Informationsstand zu ihrem Studienfach und ihrer Hochschule zu 61 Prozent zufrieden äußern, sind es im Westen nur 54 Prozent. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Hannover im Auftrag der Hochschulmarketing-Kampagnen „Studieren in Fernost“ und „Mein Campus“ hervor. Die Studie basiert auf Befragungen von Studienanfängern aus den Jahren 2003/04 bis 2011/12 (hier geht es zur Studie).

Sind die Homepages der ostdeutschen Unis übersichtlicher?

Der Informationsstand der Studienanfänger an ostdeutschen Hochschulen ist seit 2003 um 13 Prozentpunkte gestiegen. Gründe dafür gibt das DZHW nicht an, womöglich aber sind die Homepages der ostdeutschen Hochschulen informativer und übersichtlicher gestaltet. Denn zuletzt nutzten 95 Prozent der Studienbewerber und -anfänger bundesweit die Internetauftritte als wichtigste Informationsquelle. Als „beste“ Quelle neben anderen Wegen wie Hochschulmessen, Informationstagen oder Einführungsveranstaltungen werden die Uni-Homepages von Erstsemestern in Ostdeutschland etwas häufiger genannt, heißt es.

Für welche Uni sie sich überhaupt entscheiden, machen Abiturienten zunehmend vom „guten Ruf“ der Institution abhängig. Bundesweit sind es 65 Prozent, fast zehn Prozentpunkte mehr als 2003. In Ostdeutschland stieg der Wert auf 71 Prozent. Entsprechend steigt die Bedeutung von Rankings: Vor zehn Jahren gaben 30 Prozent an, sich an Ranglisten orientiert zu haben, 2011/12 waren es 37 Prozent. Für Erstsemester, die aus westdeutschen Ländern an eine Hochschule in Ostdeutschland gingen, waren Rankings sogar zu 47 Prozent ausschlaggebend.

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