Wissen : Studierende dopen weniger als gedacht Stress wird meist ohne Medikamente bewältigt

Nur etwa fünf Prozent der Studierenden betreiben „Hirndoping“, wie eine am Montag in Hannover veröffentlichte Untersuchung des HIS-Instituts für Hochschulforschung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zeigt. Um ihre Leistung zu steigern oder dem Prüfungsstress besser standhalten zu können, nehmen sie verschreibungspflichtige Medikamente, Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Psychostimulanzien oder Aufputschmittel.

Die große Mehrheit der „Hirndoper“ greift allerdings selten bis sehr selten zu derartigen Mitteln. Weitere fünf Prozent der Studierenden nehmen laut Studie „weiche“ Mittel wie Vitaminpräparate, homöopathische und pflanzliche Substanzen, Koffein oder Ähnliches, um ihre Leistungen zu steigern. Die Masse der Studentinnen und Studenten habe allerdings keinerlei Erfahrung mit leistungssteigernden Pillen, betonten die Wissenschaftler.

Hirndoping ist demnach vor allem unter Studierenden der Fachbereiche Veterinärmedizin (18 Prozent) und Sport/Sportwissenschaft (14 Prozent) verbreitet. Studierende greifen der Studie nach besonders häufig zu Hirndoping, um Nervosität und Lampenfieber zu bekämpfen. Erst an zweiter Stelle steht das Ziel, die geistige Leistung zu steigern. Leistungssteigernde Mittel werden am häufigsten in der Prüfungsvorbereitung genommen.

Für die Untersuchung wurden die Angaben von knapp 8000 Studierenden ausgewertet, die im Wintersemester 2010/11 an einer Onlinebefragung teilnahmen. AFP

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