Wissen : TU Berlin: Visionen für Erstsemester

Mit einer „Wissenschaftsshow“ wurden gestern die neuen Studenten an der Technischen Universität Berlin begrüßt. Vier TU-Projekte stellten sich im Audimax zur Eröffnung des Semesters vor. Die Visionen der Forscher für das Jahr 2030: Sportler treten im Kampf um WM-Titel gegen „humanoide Roboter“ an; Menschen steuern mit ihren Gedanken „mentale Schreibmaschinen“; animierte Gesichter helfen bei der Behandlung von Sprachfehlern – und die Filmindustrie produziert fast nur noch 3D-Streifen.

Die TU wolle ihren Studenten exzellente Forschung präsentieren, die „nicht erst seit dem Exzellenzwettbewerb“ betrieben werde, sagte TU-Präsident Kurt Kutzler. Davon profitiere auch die „Qualität und Aktualität der Lehre“. Allerdings müssten sich Erstsemester auf „mehr Verantwortung und Organisation“ einstellen. „Mein Nachfolger möchte Sie hier in fünf Jahren Ihren Abschluss feiern sehen“, rief Kutzler den Studenten zu.

TU-Professor Sahin Albayrak präsentierte den Erstsemestern zwei Roboterhunde, die auf Kommandos, Applaus oder Musik reagierten. Noch seien die Roboter „nur ein sehr teures Spielzeug für Kinder“, bis 2030 entstünden daraus aber „intelligente Butler“. Eine Kappe, die die „Gedanken ihres Trägers“ lese, stellte der Informatiker Klaus-Robert Müller vor. Die Kappe messe elektrische Impulse an der Kopfhaut, erklärte Müller. Ziel sei, dass Menschen nur mit ihren Hirnsignalen einen Roboterarm steuern könnten. TU-Wissenschaftler zeigten auch einen „sprechenden Computer“, der Sätze auf ein animiertes Gesicht übertrug, sowie ein Programm, das herkömmliche 2D-Filme in 3D-Bilder verwandelt. Das Programm sei „nicht nur für Hobbyfilmer, sondern auch für Hollywood interessant“, hieß es. tina

0 Kommentare

Neuester Kommentar