Wissen : TU Berlin will Elite-Uni werden

Die TU Berlin will sich auch in der neuen Runde des Exzellenzwettbewerbs um den Status als „Elite-Uni“ bewerben. Das erklärte ihr Präsident Kurt Kutzler in der vergangenen Woche im Kuratorium. Die Ankündigung ist insofern aufsehenerregend als die TU im DFG-Ranking der deutschen Universitäten in den letzten Jahren vom 16. auf den 27. Rang gefallen ist.

Vizepräsident Jörg Steinbach teilte mit, an der TU seien 18 000 Bewerbungen auf 3100 freie Studienplätze eingegangen. Da sich die meisten Studenten gleichzeitig an mehreren Hochschulen bewürben, brauche die TU etwa die dreifache Zahl an Bewerbern, um ihre Studienplätze zu füllen. Das wären 9300 Bewerber. Es werde viele Absagen geben.

Die HU rechnet mit 40 000, die FU mit 35 000 Bewerbern. Hans-Gerhard Husung, der Staatssekretär für Wissenschaft, erklärte, die Hochschulen müssten sich auch angesichts der wirtschaftlichen Krise darauf einstellen, dass angesichts knapper Ausbildungsplätze zusätzliche Abiturienten studieren.

Das TU-Kuratorium nahm die mit dem Berliner Senat ausgehandelten Hochschulverträge zustimmend zur Kenntnis, wies jedoch zugleich auf etliche kritische Punkte und Risiken hin. So reichten die Zuschüsse für Investitionen nicht aus, um neue Professoren in den Berufungsverhandlungen konkurrenzfähig ausstatten zu können. Auch fehle den Verträgen eine Gleitklausel für mögliche Tariferhöhungen. Weiterhin deckten die Verträge nicht die Pensionskosten, die an der TU von 26 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 39 Millionen Euro im Jahr 2008 gestiegen sind. U.S.

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