ÜBERGANG ZUM GYMNASIUM : Probestunden, Aufnahmeprüfungen, Elterngespräche

WAS BERLIN VORHAT

Ab dem Schuljahr 2010/2011 will Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) seine Schulreform umsetzen. Neben dem Gymnasium – das in 12 Jahren zum Abitur führt – soll es künftig nur noch eine Sekundarschule geben, in der Haupt-, Real-, und Gesamtschulen verschmolzen werden. An der Sekundarschule können Schüler nach 13 Jahren ihr Abitur ablegen. Der in Berlin bislang locker geregelte Zugang zum Gymnasium soll erschwert werden. Nach welchen Kriterien er gestaltet wird, ist offen.

WIE ANDERE LÄNDER

DEN ÜBERGANG REGELN

Verbindlich ist die Empfehlung der Grundschulen in Baden- Württemberg. Schüler, die aufs Gymnasium gehen wollen, brauchen mindestens einen Notenschnitt von 2,5, die Klassenlehrer werten zudem den Gesamteindruck eines Kindes. Dazu gehört die mündliche Beteiligung und das Lernverhalten. Eltern, die die Empfehlung nicht akzeptieren, müssen ihr Kind in eine zentrale Aufnahmeprüfung schicken, wo es ebenfalls einen Notenschnitt von 2,5 erreichen muss, um zugelassen zu werden. In Bayern müssen Schüler mindestens einen Schnitt von 2,33 in den Hauptfächern Deutsch, Mathe sowie Heimat- und Sachunterricht mitbringen. Schwächere Schüler können nach einem dreitägigen „Probeunterricht“ am Gymnasium ebenfalls zugelassen werden. Der Übergang ist nach der 4. Klasse der Grundschule oder der 5. Klasse der Haupt- und Realschule möglich. In Brandenburg darf die Summe der Noten in Deutsch, Mathe und Englisch nicht höher als sieben sein. Zusätzlich brauchen sie eine Empfehlung der Grundschule. Eine Ausnahme wird gemacht, wenn Schüler einen zweitägigen Probeunterricht in Mathe und Deutsch bestehen. Locker sind die Regeln in Bremen. Die Empfehlung der Grundschule ist dort für die Eltern nicht bindend. tiw

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