Ultimatum : Kampf ums Audimax in Potsdam

An der Universität Potsdam spitzt sich der Streit zwischen Studierenden und Unileitung um das besetzte Audimax zu. Präsidentin Sabine Kunst forderte die Besetzer des Audimax auf, den Hörsaal bis zum Dienstagabend zu räumen und nicht über die Feiertage an der Uni zu bleiben.

Tilmann Warnecke

 „Bisher haben Sie das Verständnis der Universität bekommen. Ab jetzt ist Ihre Solidarität gefordert. Bis zum 4. Januar 2010 gehen die Interessen unserer Beschäftigten vor. Unsere Mitarbeiter haben ein Recht auf eine Weihnachtspause“, teilte Kunst laut einer Mitteilung den Studierenden mit. Die Universität habe den Protestierenden bei der Konstituierung eines Runden Tisches am vergangenen Mittwoch bereits angeboten, die Foyerräume des Audimax für ihre Projektarbeit uneingeschränkt nutzen zu können, bis eine dauerhafte Raumlösung gefunden werde.

Die protestierenden Studenten der Universität Potsdam forderten für die Freigabe des Audimax dagegen weitere Zugeständnisse von der Hochschulleitung. Zusätzlich zu den von der Unileitung angebotenen Arbeitsräumen müsse es größere Räume für Versammlungen geben, sagte Besetzerin Katja Klebig am Dienstag. Zudem soll die bisher geltende Anwesenheitspflicht für Kurse abgeschafft werden. Studierende besetzen seit Anfang November das Audimax der Hochschule. Sie protestieren für bessere Lehr- und Studienbedingungen. Am Dienstagabend hatten sich die Studierenden noch nicht entschieden, ob sie das Audimax räumen wollten, sagte eine Sprecherin der Universität. Die Unileitung wolle jetzt bis zum heutigen Mittwoch abwarten, wie sie vorgehe.

An der Freien Universität und der Humboldt-Universität sind ebenfalls noch Hörsäle besetzt, heißt es auf einer studentischen Twitter-Seite. Auch im kommenden Jahr wollen Studenten ihre Proteste für bessere Studienbedingungen fortsetzen. Bei einem Treffen in Potsdam seien weitere Diskussionsrunden beschlossen worden, hieß es. An dem Treffen nahmen rund 250 Studenten aus 45 Städten teil. Tilmann Warnecke (mit ddp/dpa)

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