UMSTRITTENE EMBRYONENFORSCHUNG : „Angriff auf die Menschenrechte“

Es war eine entschlossene Attacke, die der britische Kardinal Keith O’Brien in seiner Osterpredigt gegen die Pläne der britischen

Regierung zur Forschung an Embryonen ritt. „Ein monströser Angriff auf die Menschenrechte, die Menschenwürde und menschliches Leben“, der Experimente nach Art eines Dr. Frankenstein möglich machen würde, kritisierte Kardinal O’Brien – und bekam Kontra vom Labour-Politiker Lord Winston: Es sei unredlich von der Kirche, solche übertriebenen Formulierungen zu benutzen.

In Großbritannien tobt eine heftige Debatte um eine Lockerung des Fortpflanzungsgesetzes, des „Human Fertilisation and Embryology Act“. Das Gesetz soll künftig das Erzeugen von Mensch-Tier-Embryonen ermöglichen, wie sie von den Wissenschaftlern der Universität Newcastle nun erschaffen wurden. Während die katholische Kirche und Abtreibungsgegner die Novellierung bekämpfen, wird sie von mehr als 200 medizinischen Hilfsorganisationen befürwortet. Sie versprechen sich Fortschritte bei der Therapie von bisher

unheilbaren Krankheiten. Nächsten Monat soll das Parlament über die Änderung entscheiden. wez

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