Wissen : Uni Freiburg entdeckt neue Fälschungen

Die durch Doping-Skandale in Verruf geratene Sportmedizin der Uniklinik Freiburg muss sich dem Vorwurf gefälschter Forschungsarbeiten stellen. Im Verdacht stehen eine Habilitationsarbeit sowie zwei Dissertationen, sagte ein Sprecher der Universität Freiburg am Dienstag. Es gebe Hinweise, dass diese Arbeiten wissenschaftlich nicht korrekt entstanden sind. Zahlreiche Daten und Analysen seien identisch. Die Arbeiten entstanden den Angaben zufolge Anfang der 80er Jahre. Weitere Einzelheiten wollte die Hochschule nicht nennen. Die nach Doping-Affären 2007 durch die Universität eingesetzte Kommission zur Überprüfung der Freiburger Sportmedizin habe die Hochschule auf die Unstimmigkeiten aufmerksam gemacht.

Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer setzte ein Prüfungsverfahren durch die Medizinische Fakultät in Gang und versprach rückhaltlose Aufklärung. Die im Verdacht stehenden Mediziner müssten sich zu den Vorwürfen äußern. Ihnen werden Verstöße gegen das Gebot der Redlichkeit in der Wissenschaft vorgeworfen. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könne dies zu akademischen, beamtenrechtlichen, zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen führen, teilte die Hochschule mit.  Eine unabhängige Kommission hatte die Verwicklung von Sportärzten der Uniklinik in Doping-Skandale im Radsport untersucht und in ihrem Abschlussbericht im Juli 2009 das frühere Team Telekom/T-Mobile des systematischen Dopings bezichtigt. dpa

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