Wissen : Uni Lübeck soll Stiftung werden

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Die Universität Lübeck soll bis zum Jahr 2014 in eine Stiftungsuniversität umgewandelt werden. Den Plan stellten jetzt Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU) und Lübecks Unipräsident Peter Dominiak vor. Für die Umwandlung wird nun ein Stiftungsgesetz erarbeitet, das der Landtag dann verabschieden muss. Die Uni soll dabei eine Einrichtung des öffentlichen Rechts bleiben.

Schon im Jahr 2010 kündigte die Politik an, Lübeck zur Stiftung machen zu wollen. Die Idee war damals Teil eines umstrittenen Tauschgeschäfts zwischen Bund und Land, mit dem die Medizin der Uni Lübeck vor der Abwicklung gerettet wurde. Der Bund verhinderte die Abwicklung, indem er das Geomar-Institut in Kiel weitgehend in die Bundesförderung übernahm. Mit dem frei gewordenen Landesgeld konnte die Lübecker Medizin weiter finanziert werden, gleichzeitig wurde die Umwandlung der Uni Lübeck in eine Stiftung angekündigt. Vom Tisch sind damit endgültig auch frühere Überlegungen der Landesregierung, die Unis in Lübeck, Kiel und Flensburg zu einer einzigen Landesuni zu fusionieren. De Jager, der auch Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahlen ist, gab zu, dass man dazugelernt habe und nunmehr Konzentrationsbestrebungen ablehne.

Die künftige Stiftung soll als Grundvermögen ihre Gebäude bekommen. Am jährlichen Landeszuschuss in Höhe von rund 50 Millionen Euro soll sich nichts ändern. „Zustiftungen und Spenden bleiben in unserer Hand und werden nicht vom Land gegengerechnet“, sagte Dominiak. Die zur Verfügung stehenden Mittel können flexibler eingesetzt werden. Der Weg zu einer Stiftungsuni dürfte auch bei einem möglichen Regierungswechsel nach den Landtagswahlen im nächsten Monat nicht gefährdet sein, da auch aus der SPD Zustimmung kommt. Dieter Hanisch

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