Universität Potsdam : Oliver Günther bleibt Präsident

Die Universität Potsdam hat den Wirtschaftsinformatiker Oliver Günther mit großer Mehrheit als Präsidenten wiedergewählt. Er könnte sich die Schaffung von mehr Studienplätzen vorstellen.

von und
Der Präsident der Universität Potsdam, Oliver Günther.
Der Präsident der Universität Potsdam, Oliver Günther.Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Der Wirtschaftsinformatiker Oliver Günther bleibt Präsident der Universität Potsdam. Er wurde am Mittwoch vom Akademischen Senat der Uni im Amt bestätigt. Zehn stimmten für ihn, einer enthielt sich, Gegenstimmen gab es nicht. Günther ist seit 2012 Präsident in Potsdam, er hatte jetzt keinen Gegenkandidaten.

„Wir wollen die positive Entwicklung der vergangenen 25 Jahre seit der Gründung der Universität fortsetzen“, sagte Günther dem Tagesspiegel nach seiner Wiederwahl. „Wir sind nicht mehr die kleine Uni vor den Toren Berlins, sondern mit unseren 20 000 Studierenden eine forschungsstarke und recht große Universität.“ Die Potsdamer Forschungsstärken sieht Günther unter anderem an der Schnittstelle von Geo- und Biowissenschaften, in den Kognitionswissenschaften, in der angewandten Mathematik – und in der „sehr starken, innovativen Lehrerbildung und Bildungsforschung“.

Günther hatte schon im Vorfeld der Wahlen angekündigt, er könne sich künftig bis zu 5000 zusätzliche Studienplätze an seiner Uni vorstellen. Voraussetzung sei aber ein stärkeres finanzielles Engagement des Landes. Er wolle daher als Erstes mit der Landesregierung in Kontakt treten, um über die mittelfristige Finanzplanung für die Universität zu sprechen. Günther hat in der Vergangenheit mehrfach die aus seiner Sicht mangelhafte Finanzierung der Hochschulen in Brandenburg kritisiert, auch wenn es inzwischen Aufwüchse bei den Unietats gegeben hat.

Günther will die Digitalisierung der Uni vorantreiben

Ebenso kündigte Günther im Vorfeld an, die Digitalisierung der Uni noch weiter vorantreiben zu wollen. Erst in diesem Frühjahr war an der Uni eine Digital-Engineering-Fakultät eröffnet worden, die aus dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) hervorgegangen ist. Insgesamt will Günther die Rolle der Universität als „intellektuelles Zentrum und als Kultur- und Konjunkturmaschine des Landes“ weiter ausbauen.

Der 55-jährige Günther wechselte 2012 für das Präsidentenamt nach Potsdam. Zuvor war er Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität, wo er seit 1993 Professor für Wirtschaftsinformatik war. Die Universität Potsdam ist die größte Hochschule im Land Brandenburg.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben