USA : Arme Schulbezirke verlieren das meiste Geld

Die pauschalen Kürzungen des US-Haushalts treffen im Bildungsbereich vor allem Schülerinnen und Schüler aus armen Familien. So wird allein ein Programm, mit dem Schulen in den ärmsten Schulbezirken US-weit unterstützt werden, um 740 Millionen Dollar gekürzt.

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Das berichtet das Magazin „The Atlantic“. Die föderalen Ausgaben machten in den USA zwar nur ein Zehntel aller Bildungsausgaben aus, heißt es. Weil viele Bundesstaaten und Städte ihre Budgets aber ebenfalls seit Jahren drastisch kürzten, seien Schulen dringend auf das Geld aus Washington angewiesen. Die pauschalen Ausgabenkürzungen, in den USA „Sequester“ genannt, treten in Kraft, weil die Verhandlungen im Haushaltsstreit Anfang März scheiterten.

Bisher standen im US-Budget 78 Milliarden Dollar für den primären und sekundären Bildungsbereich zur Verfügung. Das muss um 5,1 Prozent gekürzt werden. Ein Programm, in dessen Rahmen Kinder aus sozial benachteiligten Familien schon vor der ersten Klasse unterstützt werden, wird um 406 Millionen Dollar zusammengestrichen. Viel Geld verliert auch der Bereich „SpecialEd“, also Programme für Kinder, die besonders gefördert werden müssen. Hier werden 644 Millionen Dollar gestrichen, viele Kinder könnten als Folge etwa spezielle Sprachtherapien verlieren, heißt es. In der Lehrerweiterbildung werden 126 Millionen Dollar gekürzt. Insgesamt seien nach Schätzungen einer nationalen Agentur von den Kürzungen 7,4 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie knapp 50 000 Lehrkräfte betroffen.

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