Video : Moskitos gegen Dengue-Fieber infizieren

Großer Fortschritt im Kampf gegen das Denguefieber – Forscher in Brasilien infizieren männliche Moskitos mit einem Bakterium, das bei der Paarung an die Weibchen übertragen wird und diese weitgehend unfruchtbar macht.

Wissenschaftler, die an der Bekämpfung des Denguefiebers arbeiten, sind nach eigenen Angaben der Ausrottung dieser Krankheit einen großen Schritt näher gekommen. Diese Erklärung gaben sie am Montag im Fiocruz Institut in Rio de Janeiro ab, wo Experten mehrerer Ländern zusammen an dem Problem arbeiten. Die neue Methode besteht darin, die männlichen Moskitos mit einem Bakterium namens Wolbachia Pipientis zu infizieren, das dann bei der Paarung an die weiblichen Moskitos übertragen wird. Einmal infiziert sollen die weiblichen Insekten sehr viel weniger oder gar keine Eier mehr produzieren.

Von den Wissenschaftlern wird diese Art der Bekämpfung als besonders effektiv und gleichzeitig sehr einfach gelobt. Der Präsident der Fiocruz Stiftung, Paulo Gadelha: "Es ist eine natürliche Alternative und gleichzeitig geht von ihr kein Risiko für die Umwelt oder die Menschen aus." Der Nachteil dieser Methode ist, dass sie komplett vom Paarungsverhalten der Mücken abhängt. Dennoch, so die Annahme der Experten, könnten die jüngsten Forschungsergebnisse ein enormer Vorteil für Brasilien sein.

Denn das habe ein enormes Problem mit dem Denguefieber. Den Wissenschaftlern zufolge betrifft die Krankheit derzeit viele Millionen Menschen in etwa 100 Ländern, vor allem in Südamerika, Afrika und Südostasien.

(rtr)

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