Viele Wege zur Dauerstelle : Was die Unis ihren Nachwuchsprofessoren anbieten

TU MÜNCHEN
Die TU München hat jetzt aus Exzellenzmitteln die ersten „Tenure Track Assistant Professorships“ ausgeschrieben. Auf die W2-Stellen können sich Postdocs mit zwei Jahren Forschungserfahrung (möglichst im Ausland) bewerben. Nach zwei, vier und sechs Jahren wird ihre Arbeit evaluiert. Wer besteht, wird unbefristet als „Associate Professor“ (W3) angestellt. Der weitere Aufstieg kann zum „Full Professor“ führen. 100 der neuen Professuren will die TUM bis 2020 schaffen.

LMU MÜNCHEN
Die Universität München will Nachwuchswissenschaftler grundsätzlich auf eine befristete W2-Professur berufen. Flächendeckend sollen sie bei guten Leistungen nach sechs Jahren auf eine unbefristete W2-Stelle aufsteigen, nach einer erneuten Evaluation können sie eine höher dotierte W3-Professur erhalten. Zudem will die LMU „Academic Career Professorships“ schaffen, auf denen sich Nachwuchsforscher für die Professur an einer anderen Uni empfehlen sollen.

TU DRESDEN
Die TU Dresden führt im Rahmen ihres Zukunftskonzepts als Exzellenzuni einen „open topic tenure track“ ein. Die Uni will damit den „weltweit besten und innovativsten“ Wissenschaftlern den Sprung von einer Postdoc-Position auf eine zunächst befristete W2- oder W3-Stelle ermöglichen. Die Stellen sollen thematisch völlig frei ausgeschrieben werden. Wer sich bewährt, soll nach sechs Jahren eine W3-Stelle mit „nennenswerter Gehaltsaufstockung“ erhalten.

UNI BREMEN
Die frisch gekürte Eliteuni will jetzt einen echten Tenure Track für Juniorprofessoren einführen. Bislang wird Juniorprofs, die einen Ruf von einer anderen Uni bekommen, in Bleibeverhandlungen eine Dauerstelle angeboten. Über die Hälfte Bremer Junioren sei diesen Weg gegangen, ein Drittel blieb der Uni so erhalten. Die übrigen Jungprofessoren können sich nach sechs Jahren in Konkurrenz mit anderen auf eine eigens eingerichtete W2- oder W3-Stelle bewerben. -ry/tiw

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