VISION UND WIRKLICHKEIT : Langer Weg zum Wüstenstrom

Bei der Suche nach klimafreundlichen Energiequellen stehen die Forscher nicht allein vor technischen Problemen im Kraftwerk. Bei der Stromerzeugung aus Geothermie etwa treten immer wieder Erdbeben auf, die auch Schäden an Gebäuden hervorrufen. Ausgelöst werden die Erschütterungen durch Wasser, das in die Tiefe gepumpt wird. Es soll das Gestein zum Bersten bringen, damit die Wärmereservoirs besser angezapft werden können. Vor allem in Gegenden die bereits von Natur aus unter Spannung stehen, wie den Alpen, können die künstlichen Beben stärker ausfallen als erwartet. Hier besteht noch großer Forschungsbedarf, um die Risiken besser einschätzen zu können.

Mit einem anderen Problem sind Entwickler von solarthermischen Anlagen konfrontiert. Wie kommt der Strom zum Abnehmer? Beim Projekt „Desertec“ zum Beispiel sollen Sonnenkollektoren in der Sahara Strom für Europa liefern. Herkömmliche Leitungen haben über diese Distanz aber große Leitungsverluste. Deshalb sollen Hochspannungs-Gleichstromkabel eingesetzt werden. Nicht zuletzt ist ein Kraftwerk für Europa in der Wüste auch ein Ziel für terroristische Anschläge, das besonders gesichert werden muss. nes

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