VORSORGE: : Infos zum Thema Zecke

Die Schildzecke Ixodes ricinus, auch gemeiner Holzbock genannt, wird zu den Spinnentieren gezählt. Sie lebt in hohem Gras, in Laubwäldern und in Büschen – jedenfalls, wenn die Temperaturen über 7 bis 10 Grad Celsius steigen. Ihre möglichen Wirte – Tiere oder Menschen – streifen die Zecke unbeabsichtigt selbst von Blättern und Zweigen ab. Gefahr lauert nicht nur beim Wandern auf schmalen Pfaden. „Die meisten Borreliose-Infektionen ereignen sich im eigenen Garten“, sagt der Rheumatologe Andreas Krause. Und da wird man kaum konsequent dem Rat folgen, geschlossene, helle Kleidung zu tragen und die lange Hose in die Stiefel zu stecken. Mittel, die Insekten fernhalten (Repellentien) schützen immerhin für einige Stunden.

Die beste Maßnahme besteht darin, die Zecke möglichst früh zu entfernen. Ihre bevorzugten Saugstellen sind unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen. Bei kleineren Kindern sind es aber auch Hals und Kopf, denn die Zecken lauern meist etwa 80 Zentimeter über dem Boden.

Gegen die Krankheit, die am häufigsten durch Zecken übertragen wird, die Borreliose, kann man sich nicht durch eine Impfung schützen.

Gegen die seltenere, durch Viren übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gibt es eine Impfung, für die inaktivierte Erreger verwendet werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Schutzimpfung, die dreimal gespritzt werden muss, für alle, die in Risikogebieten den Zecken besonders ausgesetzt sind. Solche Gebiete liegen in Deutschland vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Südhessen und Thüringen. In Berlin ist der Impfstoff derzeit wegen starker Nachfrage nur schwer erhältlich. Manche Apotheken führen Wartelisten. aml

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