WACHSENDE WÜSTEN : Kaum Vegetation, viel Armut

Es gibt viele Definitionen dafür, was eine Wüste ist. Ganz allgemein handelt es sich um ein Gebiet mit wenig oder gar keiner Vegetation, das sehr trocken ist. Heiß muss es dort übrigens nicht sein: Die größte Wüste der Erde ist überraschenderweise die Antarktis (ohne Küstengebiete), erst auf dem zweiten Rang folgt die Sahara.

Weltweit ist eine Fläche von rund 12 Millionen Quadratkilometern von Bodenverschlechterung in trockenen oder halbtrockenen Regionen betroffen, berichteten österreichische Wissenschaftler im Jahr 2009. Das ist ein Gebiet, das größer ist als ganz Europa und entspricht fast einem Viertel der Trockengebiete der Erde. Besonders stark ausgeprägt ist die Desertifikation südlich der Sahara und in Zentralasien. Zu den Folgen zählen Armut, Mangelernährung und Flüchtlingsströme.

Die Bevölkerung von Trockengebieten lebt laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Durchschnitt weit unter dem Wohlstandsniveau der restlichen Welt.

Laut UNCCD, der Konvention der Vereinten Nationen zum Kampf gegen Wüstenbildung, gehen weltweit pro Jahr 120 000 Quadratkilometer Land an neue Wüsten verloren. Auf dieser Fläche könnten theoretisch 20 Millionen Tonnen Getreide produziert werden. stit

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