Wissen : Wahlkampf mit dem Mond

Vor einem Jahr stoppte die Bundesregierung die Pläne für eine unbemannte deutsche Mondsonde. Jetzt ist die Idee wieder in der Diskussion – aufgebracht von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU). Dem „Hamburger Abendblatt“ sagte sie, Deutschland solle in der Raumfahrt eine starke Position einnehmen und sich durch ein eigenes Programm positionieren. Die FDP-Forschungsexpertin Ulrike Flach unterstützt den Vorstoß. „Sollte es im Herbst zu einer schwarz-gelben Regierung kommen, würden wir sofort ein nationales Mondprogramm auf den Verhandlungstisch legen“, sagte sie der gleichen Zeitung. Auch der forschungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Stefan Müller, sprach sich für ein Mondprogramm aus. Es solle aber nicht allein staatlich finanziert werden, sondern mit der Industrie.

Möglicherweise überzeugt dieser Vorschlag auch die Parteikollegen. Das Geld für einen Mondflug müsste vor allem das Bundeswirtschaftministerium bereitstellen. Die 350 Millionen Euro für eine deutsche Sonde waren dem unionsgeführten Haus noch vor einem Jahr zu teuer. nes

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