Wahlkampf : Professoren unterstützen die SPD

Professoren machen Wahlkampf für die Sozialdemokraten. Knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl am 27. September haben nach Angaben der Partei 270 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Wahlaufruf unterzeichnet.

Zu den Erstunterzeichnern gehören der Institutsleiter des Fraunhofer Instituts für Experimentelles Software Engineering, Dieter Rombach, sowie der Rektor der Hochschule Magdeburg/Stendal und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz, Andreas Geiger. Mitinitiatorin auf Seiten der SPD ist die Vorsitzende des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie und ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn.

In den Jahren der rot-grünen Bundesregierung seien wichtige Schritte getan worden, „damit Bildung und Forschung wieder oberste Priorität genießen“, heißt es in dem Aufruf, den auch die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach, der Berliner Ökonom Gert G. Wagner, oder der HU-Historiker Heinrich August Winkler unterschrieben haben. Zukunftsweisende Wissenschaftsprogramme seien auf den Weg gebracht worden, darunter der Pakt für Forschung und Innovation, die Juniorprofessur und die Exzellenzinitiative. „Sie haben eine ungeahnte Dynamik in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen entfacht“, erklären die Professoren.

Mit dem von der SPD geplanten „Solidaritätsbeitrag auf höchste Einkommen“ könnten zwei Milliarden Euro zusätzlich in Bildung und Forschung fließen. Der Bildungssoli könne dazu beitragen, dass das auf dem Bildungsgipfel 2008 formulierte Ziel, bis 2015 mindestens sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und drei für Forschung und Entwicklung aufzuwenden, „in den nächsten Jahren übertroffen wird“.

Die Wissenschaftler bekennen sich zu ihrer „Verantwortung, die soziale Gesellschaft mitzugestalten“. Insbesondere wollten sie sich für ein gerechtes Bildungssystem, für Märkte mit klaren Regeln und für eine ökologische Gesellschaft einsetzen. Das Regierungsprogramm der SPD stehe für diese Ziele, heißt es. -ry

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