WECHSEL BEIM DAAD : Bode geht von Bord

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die weltweit größte Austauschorganisation der Wissenschaft, und 20 Jahre lang bestimmte er maßgeblich dessen Geschicke: Generalsekretär Christian Bode. Der Jurist war als Schüler in Frankreich und England. Als Student ging er an die Uni Khartoum, im Sudan arbeitete er auch in einer Schuhfabrik.

Bode trat sein Amt 1990 an. Gerade war die Mauer gefallen, seine erste Aufgabe bestand darin, die ostdeutschen Unis in den DAAD zu integrieren. Er sei glücklich, die Geschäfte geführt zu haben, „als sich die Welt enorm veränderte“, sagte Bode jetzt – und ist stolz darauf, wie der DAAD die Zeitenwende meisterte. Der Austausch mit Osteuropa wurde intensiviert. Als andere Länder mit ihren Unis ins Ausland expandierten, trieb Bode die Internationalisierung der deutschen Hochschulen voran. Nach dem 11. September kümmerte er sich um den Dialog mit der islamischen Welt: So hilft der DAAD beim Aufbau von Unis in Afghanistan. Zum 1. Oktober tritt Bode in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin wird Dorothea Rüland, die Direktorin des „Centre for International Cooperation“ der Freien Universität Berlin.tiw

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben