WEG DER WASCHBÄREN : Aus Pelzfarmen entkommen

Ursprünglich stammt der Waschbär (Procyon lotor) vom amerikanischen Kontinent. Dort kommt er von Südkanada bis Panama flächendeckend vor. Seit den 1930er Jahren lebt er auch in Europa, wo er gezielt ausgesiedelt wurde. In der Kaukasusregion und in Japan leben wilde Waschbären. Sie stammen von Zuchttieren ab, die aus Pelzfarmen entkommen sind. Die brandenburgischen Waschbären sind Nachfahren von etwa zwei Dutzend Tieren, die 1945 nach einem Bombenangriff auf ein Gehege bei Strausberg ausgerissen waren.Diese Population mischt sich in Sachsen-Anhalt mit einer zweiten Gruppe, die sich von Hessen nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und nach Baden-Württemberg und Bayern ausbreitete. Abstammungstests haben gezeigt, dass diese Tiere alle von zwei im Jahr 1934 am hessischen Edersee ausgesetzten Paaren herrühren. Das wenig unterschiedliche Erbmaterial (der kleine Genpool), aus dem sich alle heute hier lebenden Tiere bedienen mussten, scheint der Kleinbärenart nichts ausgemacht zu haben. Der Neozoe (Einwanderer) gilt nach dem Bundesnaturschutzgesetz heute als einheimisch, da er sich in freier Wildbahn über Generationen vermehrt hat.dal

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