Weiterbildungs-Universität Berlin : DUW-Präsidentin nimmt Abschied von FU

Mäzene gesucht: In einem Brief an die "DUW-Community" nimmt die Präsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung, Ada Pellert, Stellung zum bevorstehenden Verkauf ihrer Hochschule durch die Freie Universität und die Klett-Gruppe.

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DUW-Präsidentin Ada Pellert am 2012 aufgegebenen ersten Standort in der Pacelliallee in Dahlem.
DUW-Präsidentin Ada Pellert am 2012 aufgegebenen ersten Standort in der Pacelliallee in Dahlem.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die Präsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW), Ada Pellert, hat sich von der Freien Universität als Partnerin distanziert. Eine private Hochschule wie die DUW könne „nur bestehen, wenn sie großzügige Mäzene“ finde, schreibt Pellert in einem am Dienstag verbreiteten Brief an Studierende, Absolventen und Lehrende, der dem Tagesspiegel vorliegt. Die FU „als große staatliche Forschungsuniversität tut sich schwer, eine kleine Privatuniversität mit praxis- und berufsbezogener Weiterbildung mit ihrem Kernauftrag zu verbinden“, schreibt Pellert weiter. Auch die zweite Gesellschafterin, die Klett-Gruppe, könne als „privates Bildungsunternehmen nicht langfristig als Bildungsförderer fungieren“.

Wie berichtet will die FU die 2009 gegründete DUW für einen Euro an die Steinbeis-Hochschule Berlin verkaufen. Das Geschäftsmodell einer privaten Weiterbildungsuniversität war nicht aufgegangen, die DUW macht Verluste. Pellert bezweifelt denn auch, dass Gewinne möglich wären: Diese kostenintensive Form der Weiterbildung „allein aus Gewinnerzielungsabsicht zu betreiben, ist auf universitärem Niveau kaum möglich“. Künftig solle deshalb „noch mehr Nähe zur betrieblichen Weiterbildung hergestellt werden“.

Den bevorstehenden „Trägerwechsel“ sieht Pellert als „nächste Phase“ in der Entwicklung der DUW. Ein neuer Studienstart für die Masterstudiengänge, in die seit Dezember 2012 keine neuen Studierenden mehr aufgenommen werden, sei für den kommenden Oktober geplant.

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