Weltall : Jahr der Astronomie eröffnet

„Das Weltall: Du lebst darin – entdecke es!“ Unter diesem Motto steht das Internationale Jahr der Astronomie, dessen deutsche Ausgabe am gestrigen Dienstag in Berlin eröffnet wurde.

Ralf Nestler
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Was fürs Auge. Das All fasziniert, wie diese Supernova im Sternbild Stier. Foto: p-a/dpa

„Das Weltall: Du lebst darin – entdecke es!“ Unter diesem Motto steht das Internationale Jahr der Astronomie, dessen deutsche Ausgabe am gestrigen Dienstag in Berlin eröffnet wurde. Das Themenjahr bezieht sich auf die Anfänge der modernen Himmelskunde. Vor 400 Jahren richtete Galileo Galilei erstmals ein Teleskop ins Weltall, um die Himmelskörper genau beobachten zu können. Und der deutsche Forscher Johannes Kepler veröffentlichte sein Buch „Astronomia Nova“, in dem er darlegte, dass die Erde nicht das Zentrum des Universums ist, sondern unser Planet um die Sonne kreist. „Mittlerweile wissen wir, dass auch die Sonne um einen fernen Mittelpunkt rotiert, der sich wiederum auch nur am Rand des Universums befindet“, sagte Matthias Steinmetz, Leiter des Astrophysikalischen Instituts in Potsdam.

So wie sich der Blick auf die Vorgänge im All geweitet hat, so unterschiedlich sind die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Astronomen. Die Suche nach erdähnlichen Planeten, die um ferne Sterne kreisen, gehört ebenso dazu wie die Erforschung der dunklen Energie, die mehr als die Hälfte unseres Universums ausmacht. All diese spannenden Aspekte wollen die Organisatoren des Astrojahrs interessierten Laien nahe bringen.

Dazu bieten die Planetarien und Sternwarten viele Veranstaltungen an, bei denen man Himmelsphänomene beobachten kann und erklärt bekommt. Das werden vorrangig Amateurastronomen übernehmen, denn die Zahl der Fachwissenschaftler wäre viel zu gering, um den erwarteten Ansturm zu bewältigen. Mehr als eine Million Laien wollen die Organisatoren vor die Teleskope locken.

Umso erstaunlicher ist es, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung nur einzelne Projekte fördert, aber nicht das Astrojahr an sich. „Wir hätten uns da schon mehr Unterstützung gewünscht“, sagte etwa Gabriele Schönherr vom Organisationsteam. Gut möglich, dass die Astronomen trotzdem überzeugen können. Schließlich könne sich keiner der Schönheit des Nachthimmels entziehen, wie Steinmetz betonte.

Informationen zu den Veranstaltungen im Jahr der Astronomie gibt es im Internet unter:

www.astronomie2009.de

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