Wissen : Wer kannte Max Garbuny?

Die TU sucht Zeitzeugen zu jüdischem Studenten.

Exkursion des physikalischen Instituts im Jahr 1937. Links im Bild Garbuny. Foto: privat
Exkursion des physikalischen Instituts im Jahr 1937. Links im Bild Garbuny. Foto: privat

Welche Schicksale erlitten Studierende der Technischen Hochschule Berlin, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden? Welchen Anteil hatte die TH daran? Das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin (TU), die 1946 aus der TH hervorgegangen ist, arbeitet deren NS-Geschichte auf. Zu einem Fall sucht die Projektleiterin noch Zeitzeugen: Max Garbuny (1912 bis 1999) stammte aus Königsberg und beendete 1936 als „staatenloser Jude“ sein Physikstudium. Dieser Status ermöglichte es ihm, auch seine Doktorarbeit in Berlin zu schreiben. 1938 bestand er seine Doktorprüfung, doch das Reichserziehungsministerium verhinderte, dass ihm die Urkunde ausgehändigt wurde. Garbuny emigrierte in die USA, wurde schließlich Dozent für Physik an der Universität von Princeton.

1946 bemühte sich der Physiker mit Erfolg, sein Doktordiplom doch noch zu erhalten. Die Unterlagen waren im Krieg verloren gegangen, doch sein ehemaliger Professor setzte sich für ihn ein. Seiner Familie berichtete Garbuny, dass ihn schon vor seiner Emigration auch andere an der TH unterstützt hätten. Projektleiterin Carina Baganz sucht nun nach weiteren Details „der Geschichte um Max Garbuny und seine Unterstützer“ – auch mithilfe eines Fotos, das den Doktoranden bei einem Ausflug mit Kommilitonen zeigt (Kontakt telefonisch unter 030-31479874 oder per E-Mail: carina.baganz@tu-berlin.de). -ry

Das Foto in großer Auflösung: www.pressestelle.tu-berlin.de/newsportal/alumni/2012/

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