Wettbewerb : Visionäre Zukunftskonzepte und große Forschungsvorhaben

Am Elitewettbewerb nehmen auch die drei Berliner Universitäten teil. Jede hat dazu eigene Konzepte entwickelt.

FREIE UNIVERSITÄT

Die FU bewirbt sich 2007 wie die Humboldt-Universität mit einem Zukunftskonzept um den Status als Eliteuniversität. Die FU tritt als „Internationale Netzwerk-Universität“ an. In drei Zentren sollen Cluster – interdisziplinäre Forschungsvorhaben – entwickelt, der wissenschaftliche Nachwuchs nach internationalen Qualitätsstandards ausgebildet und Spitzenforscher aus aller Welt gewonnen werden. In den anderen beiden Wettbewerbsdisziplinen hat die FU zwei Graduiertenschulen (Promotionsprogramme) und drei Cluster beantragt, eines gemeinsam mit der HU. Im Cluster „Languages of Emotion“ geht es um Sprache, Religion, Ideologien, Künste und Moden als „Archive und Agenten“ von Gefühlen, Stimmungen und emotionalen Atmosphären. Dies wollen Forscher aus 20 Disziplinen erkunden – darunter Germanisten, Psychologen und Biologen. Im Cluster„Erfolgreiches Lernen in modernen Wissensgesellschaften“ wollen Bildungsforscher gemeinsam mit Hirn- und Kognitionsforschern untersuchen, wie das Wissen so in die Köpfe der Schüler kommt, dass sie es im Laufe ihres Lebens optimal einsetzen und erweitern können. FU und HU gemeinsam beantragt haben das Cluster „Topoi – Entstehung und Transformation von Raum und Wissen in antiken Zivilisationen“.

HUMBOLDT-UNIVERSITÄT

Die Grundprinzipien der Berliner Universitätsgründung von 1810 will die HU in das 21. Jahrhundert übertragen. „Translating Humboldt into the 21st Century“ heißt, neue Konzepte für die Verbindung von Forschung und Lehre, zum Austausch zwischen Disziplinen, zur Nachwuchsförderung und zur exzellenten Forschung umzusetzen. Die HU beantragt vier Graduiertenschulen und drei Cluster (siehe auch „Topoi“). Um „Sicherheit und Risiko“ in modernen Gesellschaften geht es in einer Forschergruppe, in der unter anderem Politologen und Infektionsmediziner zusammenarbeiten. Das Cluster „NeuroCure“ will neue Perspektiven in der Therapie neurologischer Erkrankungen erforschen. Innovationen aus der Grundlagenforschung sollen schneller in die klinische Praxis kommen.

TECHNISCHE UNIVERSITÄT

Die TU bewirbt sich um zwei Forschungsvorhaben. Im Cluster „Unifying Concepts in Catalysis“ wollen Chemiker, Ingenieure und andere Naturwissenschaftler Katalysatoren entwickeln, in denen maßgeschneiderte Moleküle und Materialien wirksam werden. Um neue Kommunikationsmittel geht es in der Forschergruppe „Human Centric Communication Cluster“. Informationen sollen automatisch elektronisch erfasst und für jeden abrufbar sein. (ry)

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