Wissen : Wie das Hirn die Todesangst austrickst

Menschen sind beim Gedanken an ihren eigenen Tod nur deswegen nicht vor Angst wie gelähmt, weil eine Art psychologisches Immunsystem sie davor schützt: Sobald sich jemand mit seiner eigenen Sterblichkeit auseinandersetzt, beschwört dieser Abwehrmechanismus positive Assoziationen und Erinnerungen herauf, die den Schrecken kompensieren. Das haben US-Psychologen bei Tests mit 430 Studenten gezeigt („Psychological Science“, Band 18, Seite 984).

Die Forscher verglichen die Assoziationen von Probanden zweier Gruppen, von denen eine sich zuvor mit dem eigenen Tod beschäftigen musste, während die andere an ein vergleichsweise harmloses, aber dennoch negatives Ereignis denken sollte – eine Zahnarztbehandlung. Alle Tests zeigten das gleiche Ergebnis: Hatten sich die Teilnehmer zuvor mit dem Tod auseinandergesetzt, neigten sie, ohne sich dessen bewusst zu sein, eher zu positiven Assoziationen. ddp

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