Wissen : Wie Sachsens Hochschulen überleben

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) empfiehlt dem Freistaat Sachsen, Bildungspotenziale besser als bisher auszuschöpfen. Damit soll das Land den Auswirkungen des demografischen Wandels begegnen, der nicht zuletzt die Hochschulen bedroht. Der Geburtenrückgang nach der Wende und Fortzüge führten schon heute zu erheblichen Folgewirkungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen, heißt es in der CHE-Pilotstudie.

Zu den Empfehlungen der Experten gehört es, dass die sächsischen Hochschulen verstärkt Menschen mit Migrationshintergrund, bildungsferne Schichten und Studierende aus dem Ausland für ein Studium gewinnen sollten. Frauen müssten „stärker integriert“ werden. Empfohlen wird auch ein verstärktes „Studierendenmarketing in westdeutschen Flächenländern“. Zudem müsse das „wissenschaftlich-ökonomische Umfeld der Hochschulen“ verbessert werden.

„CHE Consult“ schlägt Leitziele für eine „gestaltende Hochschulpolitik“ vor. So solle das Land versuchen, die Akademikerquote, also den Anteil der Beschäftigten mit Hochschulabschluss, zu erhöhen. Davon könnten Impulse für wirtschaftliches Wachstum ausgehen, die dringend nötig seien, um die demografisch bedingten finanziellen Einbußen auszugleichen. Sachsen solle sich zudem darauf konzentrieren, Studienplatzkapazitäten fächerspezifisch zu planen. Dafür könne der bereits herrschende Fachkräftemangel in einigen Sparten beachtet und der mittelfristige Bedarf auf dem sächsischen Arbeitsmarkt prognostiziert werden. -ry

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