Wissenschaft : Die "klügste Nacht" wird zehn

Im Berliner Wissenschaftsjahr ist sie wohl die jüngste Jubilarin. Doch immerhin kann die "Lange Nacht der Wissenschaften" in diesem Jahr schon zehnten Geburtstag feiern.

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Mit 40 000 Besuchern war sie im letzten Jahr zudem die besucherstärkste unter den Berliner Langen Nächten, wie Reinhard Thümer, Präsident der Beuth Hochschule für Technik, der Presse gestern berichtete. Thümer ist Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Lange Nacht der Wissenschaften e.V.“, der in diesem Jahr gegründet wurde.

13 Institutionen sind seit dem letzten Jahr dazugekommen, darunter das Europäische Patentamt und das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, wo zum Beispiel „Bauchentscheidungen“ auf dem Programm stehen. Um sie wird man bei der Nacht ohnehin nicht herumkommen: Mit 70 Einrichtungen und 2370 Programmpunkten – davon 888 neuen – macht die diesjährige Wissenschafts-Nacht am 5. Juni die Qual der Wahl so groß wie nie. So könnte man zum Einstieg der Einladung der HU-Psychologen in Adlershof zum Mitmachexperiment „Bin ich zu dumm?“ folgen und Technikbarrieren an Fahrkartenautomaten erforschen, auf dem Campus Virchow der Charité in einer fiktiven klinischen Studie ermitteln, ob Gummibärchen oder Schokolade das Herz höher schlagen lassen oder im Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung einer grundlegenden Kindervorlesung zum Klimawandel lauschen. „Wir wollen erklären, was wir tun, wir wollen Menschen gewinnen und für die Wissenschaft begeistern“, sagt Thümer.

Dass das Konzept bei den meisten Besuchern gut ankommt, zeigt eine repräsentative Befragung, die die Berlin Partner GmbH im letzten Jahr in Auftrag gegeben hat: 90 Prozent der Befragten bewerteten das Programm als attraktiv und zeigten sich überzeugt, dass es dem Image von Berlin dient. Ein Drittel der Besucher ist der Befragung zufolge unter 30 – darunter viele Kinder und Jugendliche, die die Veranstalter gern als Nachwuchs-Wissenschaftler gewinnen möchten.

Erstmals beginnt die „Nacht“ im Geburtstagsjahr übrigens schon nachmittags mit einer großen, frei zugänglichen Eröffnung im Sony Center, bei der es Vorführungen und Experimente geben soll. Der Vorverkauf läuft ab heute bis zum 4. Juni.

Mehr im Internet:

www.langenachtderwissenschaften.de

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