Wissenschaftliche Mitarbeiter : Professorenverband fordert großzügigere Befristungen

10.10.2012 00:00 Uhr

Um die Befristung von Verträgen wissenschaftlicher Mitarbeiter an Universitäten und außeruniversitären Instituten wird seit langem gestritten. Jetzt fordert der Professorenverband DHV eine erneute Novelle des Befristungsgesetzes.

In einem Schreiben an Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat der Deutsche Hochschulverband (DHV) die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetz gefordert. Die Zeiten, in denen wissenschaftliche Mitarbeiter aus Drittmitteln beschäftigt werden, sollten nur noch zur Hälfte auf die Befristungsdauer von in der Regel zwölf Jahren angerechnet werden. Dies wäre gerechtfertigt, weil Nachwuchswissenschaftler in Drittmittelprojekten überwiegend nicht für die eigene Qualifizierung arbeiten können, erklärte der DHV am Dienstag. Eine großzügigere Befristung könnte helfen, „Staueffekte beim Übergang von wissenschaftlicher Mitarbeiterstelle zur Professur abzumildern“, sagte DHV-Präsident Bernhard Kempen.

Der Stau entstehe, weil derzeit 163 000 Mitarbeiterstellen nur 25 000 Professuren gegenüberstehen. -ry

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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