Wissenschaftlicher Nachwuchs : Koalition setzt Assistenzprofs durch

Alle sind sich einig, dass der wissenschaftliche Nachwuchs an den Universitäten bessere Perspektiven braucht. Doch ob der Bund dabei Finanzhilfen leisten soll, ist umstritten.

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Im Bundestagsausschuss für Forschung hat die Koalition am Mittwoch ihren Antrag zum wissenschaftlichen Nachwuchs durchgesetzt. Kern der Initiative von CDU/CSU und FDP ist es, die Juniorprofessur in „Assistenzprofessur“ umzubenennen. Sie solle unbefristet und mit einer Aufstiegsperspektive zur „vollen W3-Professur“ versehen sein. Die Koalition fordert Länder und Unis auf, eine größere Zahl solcher Stellen zu schaffen, um die Karriereperspektiven von Nachwuchswissenschaftlern zu verbessern. Ein Bundesprogramm, mit dem dies finanziert werden könnte, lehnten die Regierungsparteien jedoch am Mittwoch erneut ab – mit Berufung auf die Bildungshoheit der Länder. Jetzt muss der Bundestag über den Antrag abstimmen.

Von der Regierungsmehrheit abgelehnt wurden Anträge der Oppositionsparteien, die Bund-Länder-Programme für die Schaffung zusätzlicher Stellen fordern. Die SPD plädiert für die Schaffung von 2500 Professuren und 1000 Juniorprofessuren. Der Antrag der Koalition enthalte „an keiner einzigen Stelle eine klare politische Initiative“, kritisierte Swen Schulz (SPD). Die Grünen wollen 1000 zusätzliche Juniorprofessuren mit Tenure-Track-Option. Das Betreuungsverhältnis zwischen Professoren und Studierenden solle zudem mit Mitteln aus dem Hochschulpakt verbessert werden.

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