Wissenschaftspolitik : Stipendien nicht aufs Bafög anrechnen

Stipendien sollen künftig nicht mehr auf das Bafög angerechnet werden – das ist eine der Forderungen, die der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft an die künftige Bundesregierung stellt.

Tilmann Warnecke

Nach den Bundestagswahlen müssten „konkrete Initiativen für mehr Forschung und für eine bessere akademische Ausbildung“ ergriffen werden, teilte Stifterverbands-Präsident Arend Oetker am Montag mit. So sollen nach Vorstellungen des Verbandes private Stipendien auch von Sozialversicherungsbeiträgen gänzlich ausgenommen werden.

Um die Forschung zu stärken, sollte die Hightech-Strategie der Bundesregierung fortgeführt werden, da sie ressortübergreifend Fördermaßnahmen bündele. Besonders Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen müssten vorangetrieben werden. In der Lehre will der Stifterverband ein Investionsprogramm zum Thema Weiterbildung durchsetzen, damit die Hochschulen ihr Angebot an berufsbegleitenden Studienangeboten ausbauen. Bei der Fortsetzung der Exzellenzinitiative sollten Zukunftskonzepte zur Verbesserung der grundständigen Lehre sowie der Graduierten- und Postgraduiertenausbildung belohnt werden.

Der Stifterverband fordert zudem steuerliche Anreize, um private Investitionen in die Forschung zu erhöhen. „Das private Engagement für Wissenschaft und Bildung in Deutschland muss stimuliert werden“, teilte Oetker mit. Die Anstrengungen von Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung sollten steuerlich unterstützt werden. Dotationen in das Vermögen einer Stiftung zur Finanzierung einer Stiftungsprofessur sollten mehr als bisher von der Steuer abgezogen werden können. Der abzugsfähige Betrag sollte „vier Millionen Euro nicht unterschreiten“.

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