WITTEN-HERDECKE : „Kein Geld hatten wir immer schon“

DIE UNIVERSITÄT

Die 1982/83 gegründete Universität Witten-Herdecke ist Deutschlands älteste Privathochschule. Heute hat sie 400 Mitarbeiter und 1200 Studierende. Sie zahlten bislang für ein elfsemestriges Medizinstudium rund 30 000 Euro Studienbeiträge. Jetzt wollen sie „freiwillig“ mehr zahlen, um ihre Uni zu retten. Weitere Fachbereiche sind Wirtschaftswissenschaften, Biowissenschaften, Zahnmedizin, Pflegewissenschaften und Kulturwissenschaften. Zu den Besonderheiten der einst „anthroposophischen“ Uni gehört ein „Studium fundamentale“, in dem jeder Studierende „künstlerische, kommunikative und reflexive Kompetenzen“ entwickeln soll.

DIE KRISE

Das inoffizielle Motto der Uni: „Kein Geld hatten wir immer schon.“ Nach Finanzengpässen Ende der 80er bis Mitte der 90er Jahre war NRW bereit, jährlich Etatlücken bis zu 4,5 Millionen auszugleichen. Im Dezember 2008 strich das Land die Förderung, weil die Uni keine ordnungsgemäße Geschäftsführung habe. Seitdem sucht die Uni wieder einmal neue Sponsoren – und verhandelt unter anderem mit der Stiftung der Software AG und dem Bildungs- und Gesundheitskonzern SRH. -ry

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