Wissen : Zahl der Habilitationen stabilisiert sich

Die Zahl der frisch habilitierten Wissenschaftler in Deutschland steigt wieder, liegt aber noch deutlich unter dem Spitzenwert von 2002. Rund 1820 Akademiker haben 2009 die Lehrberechtigung an deutschen Hochschulen neu erworben, ein Prozent mehr als im Vorjahr, aber immer noch 21 Prozent weniger als im Spitzenjahr 2002, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Seit diesem Rekordstand ist die Zahl der Wissenschaftler, die mit der höchsten Hochschulprüfung die Lehrbefähigung in einem wissenschaftlichen Fach erworben haben, von Jahr zu Jahr zurückgegangen. Dies ist zumindest teilweise auf die Einführung der Juniorprofessur zurückzuführen. Während es 2002 lediglich 102 Juniorprofessuren gab, waren es 2007 bereits 802.

Fast jede vierte Habilitation hat eine Frau abgeschlossen (knapp 24 Prozent), 2008 waren es 23 Prozent. In den Sprach- und Kulturwissenschaften war ihr Anteil 2009 mit 41 Prozent am höchsten. Innerhalb eines Jahres stieg in diesen Fächern der Frauenanteil um sechs Prozentpunkte. Die meisten Habilitationsverfahren wurden 2009 in den Fächern Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (816 Habilitationen) mit Erfolg beendet. An zweiter Stelle stehen die Sprach- und Kulturwissenschaften mit 349 Habilitationen, gefolgt von Mathematik und den Naturwissenschaften mit 337. Tsp/dpa

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