Wissen : Zedernholz bleibt ungeschützt

Wegen des massiven Widerstands aus Südamerika ist bei der Welt-Artenschutzkonferenz in Den Haag ein europäischer Vorstoß zum Schutz wertvoller Tropenhölzer gescheitert. Das Holz der Spanischen oder auch Tropischen Zeder kann daher weiterhin ohne Rücksicht auf die wertvollen Bestände international gehandelt werden, ebenso wie die Hartholzart Cocobolo. Das zum Bau von Geigenbögen verwendete Brasilholz (Pau Brasil) dagegen wird künftig stärker geschützt.

Deutschland wollte namens der EU beantragen, den internationalen Handel mit der Tropischen Zeder und mit Cocobolo künftig unter Kontrolle zu stellen und zu regulieren. Damit sollte eine nachhaltige Bewirtschaftung der bereits stark geschrumpften Bestände erreicht werden. Doch die Initiative stieß auf so klare Ablehnung der südamerikanischen Erzeugerstaaten, dass Deutschland die Anträge zurückzog.

In Konferenzkreisen wurde die Haltung der südamerikanischen Länder auch als Reaktion darauf gesehen, dass die EU zuvor Peru massiv unter Druck gesetzt hat, die Mahagoni-Bestände zu schützen. Peru lenkte erst ein, als die EU mit der Schließung ihrer Märkte für diese Holzart drohte. dpa

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