Wissen : Zu wenig Geld für den Kampf gegen Malaria

Trotz der Erfolge im Kampf gegen Malaria stirbt in Afrika jede Minute ein Kind an der tropischen Infektionskrankheit. Laut Malaria-Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fallen ihr jährlich 600 000 Menschen zum Opfer, meist Mädchen und Jungen unter fünf Jahren. Mit genügend Geld könne die Tragödie überwunden werden, erklärte WHO-Direktorin Margaret Chan. Bis 2020 seien für Vorbeugung und Behandlung jährlich 3,9 Milliarden Euro nötig. Derzeit stagniere die Finanzierung bei weniger als der Hälfte dessen, was gebraucht wird.

Die WHO beklagt unter anderem, dass 2012 in den am schwersten unter Malaria leidenden Ländern Afrikas 80 Millionen weniger Moskitonetze zur Verfügung gestellt werden konnten als noch vor zwei Jahren. Ein großes Problem seien auch Resistenzen der Krankheitserreger gegen Malaria-Medikamente sowie der Anopheles-Mücken gegen Insektizide, wie Chan erklärte.

Von dem Millennium-Entwicklungsziel, die Ausbreitung der Malaria bis 2015 zum Stillstand zu bringen und sie dann immer weiter zurückzudrängen, sei die Welt weit entfernt. dpa

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