Zeitung Heute : "1000-Computer-Countdown" gestartet

KURT SAGATZ

Die Tagesspiegel-Kontaktbörse "Computer in die Schulen" hat sich für das nächste Schuljahr viel vorgenommen.Zusammen mit dem gemeinnützigen Berliner Bildungs- und Beschäftigungsträger Kirchbauhof will die Interaktiv-Redaktion bis zum Jahresende den Schulen der Stadt über Spenden aus der Berliner Wirtschaft und der Bevölkerung 1000 zusätzliche Computer zur Verfügung stellen.Bereits in den gerade angebrochenen Sommerferien soll versucht werden, den Grundstein für die unter dem Titel "1000-Computer-Countdown" laufende Aktion zu legen.Beim Kirchbauhof wird eigens für die Akquisition von Firmenspenden eine entsprechende Stelle eingerichtet, die in den nächsten Wochen und Monaten gezielt Berliner Unternehmen ansprechen soll.

Einen gewissen Grundstock können die beiden Partner bereits jetzt vorweisen.Über den Kirchbauhof wurden seit Jahresbeginn rund 300 Computerspenden akquiriert, die sich inzwischen bei den Schulen befinden.Auch die Tagesspiegel-Kontaktbörse, die seit ihrem Start vor inzwischen über zwei Jahren insgesamt weit über 500 Computer und diverse Zubehörteile vermittelt hat, wurde auch 1998 als Forum für Spendenwillige und Schulen rege genutzt, so daß der "1000-Computer-Countdown" zur Jahresmitte über ein "Spendenkonto" von rund 400 schulfähigen Geräten verfügt.

Für die Berliner Schulen bringt die Kooperation zwischen Tagesspiegel-Kontaktbörse und Kirchbauhof mehrere konkrete Vorteile.Computer, die über die Kontaktbörse gespendet wurden, werden vom Kirchbauhof zum Selbstkostenpreis überprüft, repariert und nach den Wünschen der Schulen aufgerüstet.Einzige Voraussetzung: Die Schulen müssen die Geräte wie bisher beim Spender abholen und zur weiteren Bearbeitung zum Kirchbauhof transportieren.Dafür verfügen die Schulen am Ende über PC, deren Funktion gewährleistet ist.Die Interaktiv-Redaktion wird auf der anderen Seite künftig auch die Spender, die ihre Geräte direkt dem Kirchbauhof bereitstellen, in unserer freitags erscheinenden Rubrik veröffentlichen.Dies geschieht natürlich nicht ohne Hintergedanken.Frei nach der Devise "Tue Gutes und rede darüber" wollen Tagesspiegel und Kirchbauhof damit die Spendenfreude der Berliner weiter erhöhen, denn die Meßlatte der Spendenaktion liegt hoch.

Noch einige Bemerkungen zu den Spenden: Die Schulen sind nach Ansicht von Bernhard Lühr, der für den Bereich Eco-PC beim Kirchbauhof zuständig ist, gut beraten, sich die Spenden genau anzusehen.Geräte, auf denen Windows 3.1 oder 3.11 nicht laufen, sind auch in Schulen heutzutage kaum noch einzusetzen.Unterste Grenze für eine Spende sind 386er-DX-PCs mit mindestens 33 Megahertz Taktfrequenz, mindestens vier Megabyte Arbeitsspeicher und einer Festplatte mit über 100 Megabyte Platz.Solcherart ausgerüstete Geräte lassen sich auch heute noch für eine Schreibwerkstatt einsetzen - wobei hier auf Multimedia sicher verzichtet werden muß.Zum Abspielen interaktiver CD-ROM oder für Ausflüge ins weltweite Datennetz wird also mindestens ein schneller 486er DX mit CD-ROM und Soundkarte benötigt, wobei die Multimedia-Komponenten vom Kirchbauhof zum Selbstkostenpreis nachgerüstet werden können.Gleiches gilt für Netzwerkkarten oder ähnliches.

Besser sieht es mit der Software aus.DOS, Windows 3.1 und Windows 95 liegen als Landeslizenz vor und werden vom Kirchbauhof auf Wunsch installiert.Gleiches gilt für die StarOffice-Pakete der Hamburger Software-Schmiede StarDivision, die für die Schulen unentgeltlich aufgespielt wird.Wahlweise zu DOS-Windows kann auch Linux als Betriebssystem genutzt werden, erklärt Eco-PCler Lühr.Bislang wurde dieser Wunsch allerdings noch nicht geäußert.Ihre Wünsche vernehmlich äußern sollten jedoch auch weiterhin die Schulen, um auch künftig sichtbar zu machen, daß der Bedarf nach moderner Informationstechnik unverändert hoch ist.

Anfragen und Angebote an: Der Tagesspiegel, Stichwort "Kontaktbörse", Potsdamer Str.87, 10785 Berlin.Fax: 26 009-377.Infos auch über Internet www.bln.de/medien/cids .

Direkte Spenden an den Kirchbauhof, Abteilung Eco-PC, werden unter Telefon 611 25 87 entgegengenommen.Im Internet befinden sich weitere Informationen unter www.eco-pc.de .

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