Zeitung Heute : 1934

WM in ITALIEN Endspiel Italien – Tschechoslowakei 2 : 1 n. V.

Die Rindslederstreifen, drei Millimeter dick, wurden von Hand vernäht, das hält länger als eine Maschinennaht. Schon ein Stich, der einen Hauch höher oder tiefer als die anderen gesetzt wird, bringt eine Unwucht in den Ball. Die Schnürung, mit der die Gummiblase im Leder verschlossen wird, machte ohnehin jeden Ball unrund – und besonders Kopfbälle zum reinen Glücksspiel.

Im Finale führte die Mannschaft der Tschechoslowakei kurz vor Ende 1: 0, bis Italien der Ausgleich gelingt, mit einem Flatterball, den der Torwart falsch berechnet. Der Ball war bereits deutlich verformt. Italien gewann das Spiel nach Verlängerung.

Der abgebildete Ball wurde im Viertelfinale Italien gegen Spanien gespielt und liegt heute im Museo del Calcio in Florenz.

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