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RECHTSEXTREME PROTESTE

Globale Parolen

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Die rechte Szene will am

2. Juni in Schwerin gegen den G-8-Gipfel demonstrieren – und sich als nationale Alternative zu den linken Globalisierungskritikern profilieren, die in Rostock protestieren. Zu dem Aufmarsch, den die NPD veranstaltet und dominieren will, wurden zunächst zwischen 1000 und 1500 Rechtsextremisten erwartet. Doch jetzt befürchten Verfassungsschützer, es könnten deutlich mehr NPD-Anhänger und andere Neonazis kommen. „In der Szene wird stark mobilisiert“, heißt es. Die NPD selbst spricht inzwischen von 2500 zu erwartenden Teilnehmern. Sollte diese Zahl erreicht werden, wäre der Aufmarsch eine der größeren rechtsextremen Demonstrationen in der Bundesrepublik seit der Wiedervereinigung. NPD und Neonazis wollten die Gelegenheit nutzen, um vom gewaltigen Interesse der Medien für jeglichen Protest gegen den G-8-Gipfel zu profitieren, sagen Verfassungsschützer. Außerdem sähen sich die Rechtsextremisten in der Pflicht, gerade in Mecklenburg-Vorpommern, das sie als ihre Hochburg betrachten, Flagge zu zeigen. Die NPD sitzt seit 2006 mit sechs Abgeordneten im Schweriner Landtag. Fraktionschef Udo Pastörs hat die „Schirmherrschaft“ für die „Großdemonstration“ übernommen. Das Motto lautet schlicht „Sozial statt global“. Bei der rechtsextremen Kampagne fällt auf, dass reichlich „linkes“ Vokabular eingesetzt wird. Eine „Sonderveröffentlichung“ der NPD ist gespickt mit Schlagzeilen wie „Irrweg ,Liberalisierung’ und „Soziale statt globale Marktwirtschaft“. Dass der „soziale“ Protest der Partei völkisch gefärbt ist, ist allerdings auch deutlich zu erkennen. Neben den „linken“ Parolen stehen Überschriften, die kein Linker je formulieren würde: „Nein zur Globalisierung – Deutsche Interessen schützen“ und „Nein zur ,One World‘ – Wir reden Deutsch!“ Dennoch wird in der NPD die Hoffnung geäußert, zumindest langfristig eine antikapitalistische „Querfront“ mit Linken schmieden zu können. Was die Linken davon halten, lässt sich im Internet ablesen. Dort wird unverhohlen zu militantem Protest gegen den NPDMarsch aufgerufen. Bisher erwarten Sicherheitsexperten aber, dass die Masse der Linken nach Rostock fährt – und das Neonazi- Spektakel weitgehend ignorieren wird. fan
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