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Volksbegehren

Ihr gutes Recht

Zu entscheiden ist entscheidend - der Souverän hat die Wahl. Berlin ist zur Hauptstadt der direkten Demokratie geworden. Wer herrscht, muss sich stellen. Gibt es ein besseres Rezept gegen sinkende Wahlbeteiligung und Politikverdrossenheit?
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Auf die Menschen kommt es an. Das ist Demokratie. Der Souverän hat die Wahl. Und er nutzt sie. Was für ein Segen. Gerade hat es Pro Reli vorgemacht: über 300 000 Menschen haben das Volksbegehren für einen verpflichtenden Religionsunterricht unterstützt. Nun ist Berlins Landesregierung gezwungen, sich einem Volksentscheid zu stellen. Am Montag startet bereits das nächste Volksbegehren. Dann soll das Rauchverbot in Kneipen und Restaurants zu Fall gebracht werden.

Zu entscheiden ist entscheidend. Egal wie es ausgeht – Gewinner ist immer die Demokratie. Mit 13 Volksbegehren ist Berlin zur Hauptstadt der direkten Demokratie geworden, seit die rot-rote Koalition 2005 das Instrumentarium der Volksinitiative schärfte. Wer herrscht, muss sich Widerspruch gefallen lassen. Und bloß nicht glauben, er habe bis zur nächsten Wahl vor den Wählern vier, fünf Jahre Ruhe. Führung muss sich legitimieren, immer wieder, immer häufiger.

Wer hätte das gedacht: Eine ganze Stadt diskutiert engagiert über Glauben, Toleranz und Wertevermittlung. Und vor einem Jahr zwang der – knapp verlorene – Volksentscheid zum Flughafen Tempelhof den Senat, die umstrittene Schließung zu verteidigen. Was kann Berlin, was kann einer lebendigen Demokratie Besseres passieren. Politik muss sich stellen, öffentlich werben für ihre Sache und Gesetze wieder ändern, wenn es die Mehrheit will. Bezirkliche Bürgerbegehren, stadtweite Bürgerentscheide und Volksentscheide haben die politische Landschaft verändert. Jeder Erfolg der Bürger – ob gegen bezirkliche Parkraumabzocke oder die Schließung eines Gymnasiums – ermutigt andere Initiativen. Ob es dem Senat gelingt, die Mehrheit der Berliner vom Fach Ethik zu überzeugen, bleibt abzuwarten; Bürgerwille kann auch bestätigen. Wer aber versucht, wie der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Pro Reli mit Termin-Mogeleien für den Volksentscheid auszutricksen, der verliert. Vor allem: Vertrauen.

Nicht jeder freut sich an dieser Evolution der Demokratie. Mancher argwöhnt, finanzstarke Stimmungsmacher und aktive Minderheiten bekämen zu viel Gewicht. Zweifel an Schärfe und Zielgenauigkeit kommen hinzu, wie bei der Reichweite von Entscheidungen. Beim Bürgerentscheid über Berlins größtes Entwicklungsprojekt an der Spree waren im Sommer 2008 allein die Wähler des Bezirks Friedrichhain-Kreuzberg abstimmungsberechtigt. Knapp 30 000 Stimmen genügten, ein für die Entwicklung der Gesamtstadt wichtiges Projekt auszubremsen. Weit übers Ziel geht auch die Forderung, die einfache Mehrheit der Abstimmenden solle reichen, ganz ohne Quorum. Beides gefährdet die Akzeptanz, wo es darum gehen muss, die Teilnahme und Teilhabe der Bürger zu stärken.

Nur Mut, das wird. Immerhin macht die Schweiz seit langem vor, wie gut ein Staatswesen mit direkter Demokratie leben kann. Zumal der Bürgerwille in Berlin endet, wo das Haushaltsprivileg des Parlaments berührt ist. Das Regieren wird der Politik nicht abgenommen, vor allem nicht die Pflicht, Entscheidungen zu vermitteln und mit Argumenten zu überzeugen. Sonst nehmen sich die Bürger ihr Recht. Ohnmächtig gegenüber denen „da oben“ fühlt sich niemand, der regelmäßig erfährt, dass seine Stimme wichtig ist. Gibt es ein besseres Rezept gegen sinkende Wahlbeteiligung und Politikverdrossenheit?

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 25.01.2009)
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Kommentare [ 27 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von kritiker_01 kritiker_01 ist gerade offline | 24.1.2009 23:12 Uhr
Demokratie, ich lese immer Demokratie ......
Ist es nicht selbstverständlich das eigendlich die Bürger im Staat darüber entscheiden wie was gemacht werden soll?Sicher, eigentlich hat man dafür "gewählte" Vertreter.Nur kümmern die sich schon lange nicht mehr darum was das Volk eigentlich so möchte,sondern machen ihr eigenes Ding.Man denke nur an die Euro Einführung,wurde da der Bürger gefragt ob er das möchte?Oder diese komische Verfassung der EU,wurde hier der Bürger gefragt?Und so könnte man noch viele Dinge aufzählen,wo es eigendlich von Nöten gewesen wäre den Bürger zu fragen.Aber man hat es nicht getan.Warum?Nun,vielleicht weil man genau wußte das der Bürger dem niemals zustimmen würde.Und jetzt die zwei Bürgerbegehren/Volksentscheide in Berlin,wovon doch eine eigendlich eine Farce war,da der Senat vorher schon angekündigt hatte sich nicht daran halten zu wollten,sollte ein entsprechendes Ergebnis zustande kommen.Und von dem wie da getrickst wurde um es möglichst "schwer" zu machen,will ich gar nicht erst reden.Zum Glück für den Seant war das Ergebnis dann dementsprechend,ansonsten wär es das gewesen mit dem Bürgerentscheid/der Bürgerdemokratie.Und bei dem 2ten Begehren sieht es zwar zu Anfang erstmal besser aus,aber auch hier wird versucht mit allen Mitteln zu tricksen.Anstatt die Abstimmung zusammen mit einem anderem Termin zu legen,sollen 1,4 Millionen zum Fenster rausgeworfen werden.In der Hoffnung das auch dieses Begehren scheitert,weil kaum wer in die Wahllokale geht.Das würde beim Zusammenlegen der beiden Termine nämlich völlig anders aussehen.Um von einem roten Faden zu sprechen,der sich durch diese Ereignisse zieht,ist es noch zu früh.Aber immerhin zeigt sich doch mehr als deutlich was die Politikerkaste von Volksentscheiden/Bürgerbegehren hält.Alles nur Lippenbekenntnisse. Wenn es dann hart auf hart kommt,fühlt man sich an das Ergebnis nicht gebunden oder versucht zu tricksen damit es nicht klappt.Von "Demokratie" kann hier also keinesfalls die Rede sein.
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von iris.s iris.s ist gerade offline | 25.1.2009 14:13 Uhr
obwohl..
ich ein großer anhänger von volksentscheidungen bin, finde ich, dass
sie erstmal auf kommunaler ebene stattfinden sollten, bis die bürger
genug übung hatten.

über themen, die zu komplex und kompliziert sind, sollte (vorerst) nicht
abgestimmt werden. dazu gehört auch der euro, der eu-vertrag (ohne
jurastudium gar nicht zu verstehen) oder auch jetzt die finanzkrise,
bei man sehr schnell reagieren musste - also gar keine zeit da war, um
darüber abzustimmen.

hinsichtlich des euros stellen wir doch gerade jetzt fest, dass es eine
gute entscheidung war, wenn man sich das englische pfund, die
dänische krone oder die währung islands betrachtet. mit der dm
würde deutschland sicher noch schlechter dastehen. mit einer
"kleineren" währung öffnet man spekulationen tür und tor.
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 25.1.2009 16:35 Uhr
obwohl..
ich ein großer anhänger von volksentscheidungen bin, finde ich, dass
sie erstmal auf kommunaler ebene stattfinden sollten, bis die bürger
genug übung hatten.

über themen, die zu komplex und kompliziert sind, sollte (vorerst) nicht
abgestimmt werden. dazu gehört auch der euro, der eu-vertrag (ohne
jurastudium gar nicht zu verstehen) oder auch jetzt die finanzkrise,
bei man sehr schnell reagieren musste - also gar keine zeit da war, um
darüber abzustimmen.

hinsichtlich des euros stellen wir doch gerade jetzt fest, dass es eine
gute entscheidung war, wenn man sich das englische pfund, die
dänische krone oder die währung islands betrachtet. mit der dm
würde deutschland sicher noch schlechter dastehen. mit einer
"kleineren" währung öffnet man spekulationen tür und tor.
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von besserwisser besserwisser ist gerade offline | 25.1.2009 1:07 Uhr
die volksentscheide
sind an und für sich ein egute sache. wenn sie aber wie bei tempelhof und pro reli von oppositionsparteien durch ungeklärte finanzflüsse und massiv missbraucht werden hat das mit demokratie nichts mehr zu tun.
ausserdem kostet es dem lanbd mehrere millionen euro und blockade von arbeitszeit, die besser genutzt werden könnte.
falls pro reli erfolg haben sollte, wovon ich nicht ausgehe, kann zudem noch ein volksentscheid contra reli gestartet werden, der mit sicherheit mehr stimmen erhält und alles beginnt von vorne.
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von esoxxx esoxxx ist gerade offline | 25.1.2009 9:51 Uhr
@besserwisser
Die Negativprognose Ihrer Falls-Kondition mag ja nicht unwahrscheinlich sein - die Konsequenz aber, die Sie ziehen, ist ein schlichter Kurzschluss:

Weshalb sollte bei einem Erfolg des Wahlfreiheits-Konzeptes von Pro-Reli irgend jemand, der den Ethik-Unterricht für seine Kinder als die in seinen Augen bessere Alternative wählt, einen Volksentscheid gegen etwas für erforderlich halten, dass er ohnehin für sich selbst bereits abgewählt hat.

Damit bleiben für Ihr Kalkül nur diejenigen übrig, denen geistige Uniformität zum alleinigen Kompensationsmuster Ihrer Daseinsangst geworden ist. Einer Daseinsangst, der Pluralität zum Horror und zum eigentlichen Auslöser allen möglichen gesellschaftlichen Übels wird, das man eo ipso mit allen Mitteln bekämpfen muss.

Urteilen Sie selbst, inwiefern sich eine solche Position noch mit dem ursprünglichen Anliegen verträgt, Kindern einen Ethos nahe zu bringen, der individullen Vielfallt nicht tot schlägt, sondern fördert, der nicht trennt, sondern verbindet.
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von stachel stachel ist gerade offline | 25.1.2009 9:40 Uhr
Unsinnige Volksentscheide
Für blödsinnige Volksentscheide wird viel Geld verschwendet, zu wichtigen Themen werden die Bürger eh´ nicht gefragt. THF war unsinnig, weil der Volksentscheid für den Senat nicht bindend war, ProReli ist unsinnig, weil es jedem Schüler freisteht, den Religionsunterricht zu besuchen, und die nächste Geldverschwendung steht bevor, weil eine Aufhebung des Rauchverbots in Restaurants gegen bereits seit langem bestehende Gesetze zum Gesundheitsschutz verstoßen würde. Selbst wenn dieser Volksentscheid im Sinne der Raucher erfolgreich wäre, wovon nicht auszugehen ist, dürfte die Aufhebung des Rauchvebots, zumindest in Gaststätten mit Bedienpersonal, gar nicht umgesetzt werden. Millionen, die für die Lösung einiger sozialer Probleme eingesetzt werden könnten, werden sinnlos verschwendet, und das ganze nennt man dann Demokratie...
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von esoxxx esoxxx ist gerade offline | 25.1.2009 11:24 Uhr
@stachel
Das Mittel des Volksentscheides, so unsinnig es Ihnen im inzelfall auch erscheinn mag, einem ökonomistischen Kalkül zu unterwerfen, ist selbst der Gipfel des Unsinns!
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von wannabemexican wannabemexican ist gerade offline | 29.4.2009 18:25 Uhr
Was ich tun würde
Im Volksentscheid für Religionsunterricht haben nur 29,2 prozent der Wahlberechtigten überhaupt ihre Stumme abgegeben! Wenn ich Politiker wäre, wollte ich keinen Volksentscheid zu wichtigen Themen! Ich sage immer, derjeniger, der seine Stimme nicht abgibt, hat die Regierung, die zur Macht kommt, verdient. Er hat auch kein Recht sich über Politik zu beschweren, weil er gar nicht teilnimmt.
Es ist ja schade, dass der Bundestag die Meinung des Volkes nicht abgefragt hat. Das heißt aber nicht, dass es ein großes Geheimnis war! Vielleicht haben Sie recht, und es hätte einen Volksentscheid stattfinden sollen, aber wieviel Leute hätten dann tatsächlich gewählt? Es ist ja möglich, dass ein so kleiner Teil des Volkes gewählt hätte als in Berlin mit dieser Religionsunterricht Sache. Denken Sie daran, wie schlimm das gewesen wäre! Ich sage nicht, dass es richtig war dem Volk diese Euro Sache zu überlassen, um die Meinung des Volkes zu erfahren. Ich sage einfach, dass ich verstehe den Grund dafür, warum die Regierung für keinen Volksentscheid rief.
Es wäre hilfreich, wenn die Regierung ganz früh anfängt ein neues Gesetzänderung zu bewerben, und gleichzeitig einen quasi-Wahlkampf zu haben um dem Volk der Wichtigkeit zu wählen vorzutragen. Das könnte wohl helfen das Volk dazuzubringen, dass es eigentlich seine Stimme abgeben will. Wenn ich Politiker wäre, würde ich genau das machen, sonst hat die Demokratie keinen wirklichen Zweck, wenn neimand die Stimme abgibt.
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 25.1.2009 10:12 Uhr
Direkte Demokratie
Der Senat trägt doch eine erhebliche Mitverantwortung dafür, dass die Auseinandersetzung um Volksentscheide ständig eskaliert.

Die bisherigen Volksentscheide werden entweder im Vorhinein bereits als irrelevant erklärt (Tempelhof), werden aus haushaltsrechtlichen Gründen gar nicht erst zugelassen (Kitas) oder aber die Initiatoren werden einfach als Eiferer und Fanatiker verteufelt (Pro Reli). Da muss man schon fragen, welches Volksbegehren hätten´s gern, Herr Wowereit ?

Zumindest bei Pro Reli wäre die Lösung doch einfach. Der Teilnehmer "dali" hat hier doch richtig beschrieben, dass der Senat sich jederzeit mit Pro Reli auf einen Kompromiß verständigen und diesen auf den Verordnungswege erlassen könnte.

Aber bei diesem Senat geht es anscheinend nicht mehr um politische Vernunft, stattdessen baut man schnell und anscheinend auch gerne ideologische Gräben auf. Diese von Klaus Wowereit geprägte "Alles oder Nichts-Strategie" hat vielleicht früher gut funktioniert. Aber in dem Maß, wo die politische Kultur in Berlin sich weiter entwickelt, die Gesellschaft sich differenziert, wo Bürger aktiv ihre Interessen einbringen, reicht es nicht mehr, nur den Widerstand mit allerlei Verfahren-Tricks niederzubügeln. Anstatt nur auf Sieg oder Untergang zu setzen, müsste der Senat die Bedenken seiner Bürger respektieren und sie in eine Lösungsfindung einbinden.

Wenn der Senat weiter die Konfrontation sucht, wird er am Ende als Verlierer dastehen.
Comment
von wahlberliner wahlberliner ist gerade offline | 25.1.2009 11:23 Uhr
Wenn der Senat weiter die Konfrontation sucht, wird er am Ende als Verlierer dastehen.
Da das Maß voll ist, ist genau diese Entwicklung bereits eingeleitet
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von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 25.1.2009 10:13 Uhr
Termintrickserei?
Es gibt durchaus auch auf Seiten der ProReli-Befürworter diejenigen, die über eine Zusammenlegung des Abstimmungstermins mit der Europawahl gar nicht glücklich wären, da sie befürchten, dass dann "Linkswähler", die sonst nicht zur Abstimmung gegangen wären, gegen ProReli stimmen. Diese Leute hätten ganz sicher "Termintrickserei" geschrien, wenn Wowi den Volksentscheid mit der Europawahl zusammengelegt hätte. Für gewisse Leute kann Wowi halt nix richtig machen.
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 25.1.2009 11:03 Uhr
@ alterschwede
"Es gibt durchaus auch auf Seiten der ProReli-Befürworter diejenigen, die über eine Zusammenlegung des Abstimmungstermins mit der Europawahl gar nicht glücklich wären.."

Ich nehme an, damit meinen Sie u.a. mich. Es ist in der Tat so, dass der Senat hier ein bißchen in die Falle gelaufen ist. Nur weil die Forderung von Pro Reli kam, und diese von CDU und FDP unterstützt wird, wurde die Termin-Zusammenlegung von vornherein ausgeschlossen. Und damit hat der Senat die beste Werbung für Pro Reli überhaupt gemacht.

Pro Reli braucht doch die Europa-Wahl überhaupt nicht. Zum Vergleich: Der Volksentscheid Tempelhof holte 530.000 Stimmen, auch ohne Zusammenlegung mit einer Wahl. Pro Reli ist aber wesentlich besser organisiert und kann auf das weit verzweigte und leistungsfähige Netzwerk der Kirchen und sonstigen Glaubensgemeinschaften zurückgreifen. Zudem ist Pro Reli rechtlich verbindlich.

Wenn Tempelhof also schon 530.000 Stimmen holte, sind für Pro Reli locker mindestens 700.000 Stimmen drin, ganz ohne Europa-Wahl. Allein bei der Briefwahl kann Pro Reli mit mindestens 300.000 vorlegen.

Bei den Pro-Reli-Gegnern ist das genau umgekehrt. Ohne Bindung an die Europa-Wahl wird es den Ethik-Anhängern viel schwerer fallen, ihre eher linksgestrickten Anhänger zu mobilisieren. Ich habe also absolut keine Befürchtung vor einem Volksentscheid in April.
Comment
von esoxxx esoxxx ist gerade offline | 25.1.2009 11:20 Uhr
@alterschwede
Wieso muss ein Links-Wähler per se gegen Pro-Reli stimmen?

Ihre Aussage ist ein Konstrukt, das zwar Ihrer Erfahrung entsprechen mag, daraus aber deren Allgemeingültigkeit abzuleiten, halte ich für verfrüht.

Im übrigen unterschätzen Sie Linkswähler, wenn sie ihnen so nonchalant unterstellen, das die ihre Haltung zum Pro-Reli-Anliegen als gewichtigeren Grund zur Wahl zu gehen bewerten als ihr Interesse, Europapolitik in ihrem Sinne zu beeinflussen.
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von yellow yellow ist gerade offline | 25.1.2009 10:31 Uhr
Demokratie
Leider zeigen die Volksentscheide zu Tempelhof und zum Religionsunterricht dass Volksentscheide nur "erfolgreich" sein können wenn sie große Geldgeber haben und auch die Mehrheit der Medien sie unterstützt.
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von mk3 mk3 ist gerade offline | 25.1.2009 11:12 Uhr
Volksentscheide sind problematisch.
Ich halte von Volksentscheiden nichts, weil sie grundsätzlich von denjenigen genutzt werden, die sich nicht mit den in einer indirekten pluralistischen Demokratie gefundenen Konsensen abfinden wollen. Sie werden gerade nicht als Notanker für ernste Fehlentwicklungen in der Demokratie gesehen.
Folglich werden Volksentscheide auf den Weg gebracht, die sich nicht an die dafür geltenden Gesetze und Vorschriften halten, sondern einfach aus dem Bauchgefühl entscheiden. So geht es aber nicht. Die meisten Entscheidungen bedürfen Fachwissen und nicht Indoktrination von Lobbyisten und ewig Unzufriedenen.
Schlimm genug, dass Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts so lange im Abgeordnetenhaus uminterpretiert werden, dass verfassungsrechtlich problematische Gesetze dabei herauskommen (Rauchverbot, absolut vom Bundesverfassungsgericht im Interesse des Gesundheitsschutzes akzeptiert und von der EU vorgegeben! Jetzt wird wieder relativert und mit den Problemen gelebt, obwohl es eine eindeutig verfassungsrechtliche Möglichkeit, nämlich das strikte Rauchverbot, gibt).
Bei Volksentscheiden gilt: Auch wer dagegen ist, darf nicht zu Hause rumsitzen, sondern muss auch zur Wahl gehen. Sonst macht das Ganze keinen Sinn.
Insofern wäre es natürlch sinnvoll, die Abstimmung über einen Volksentscheid zeitgleich mit einer Wahl stattfinden zu lassen. Damit die Quoren nicht nur aus Desinteresse der Anderen erfüllt werden und uns hinterher gesagt wird, bloß (nach meiner Erinnerung) 21 % Zustimmung sei ein Sieg (Tempelhof).
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von bmberlin bmberlin ist gerade offline | 25.1.2009 12:10 Uhr
Berlin ist zur Hauptstadt der direkten Demokratie geworden
Propaganda! Empörend, wie willfährig der Tagesspiegel sich hier äußert.

Begründung: Pro-Reli wollte zum Europa- Wahltag abstimmen lassen, weil eine höhere Wahlbeteiligung damit gewährleistet wird.

Wowereit will diese Volksabstimmung "vorziehen" auf einen absolut unattraktiven Tag ( vielleicht sogar während der Ferien ), weil Pro-Reli ihm parteipolitisch nicht in den Kram passt.

Berlin ist zur Hauptstadt der direkten Demokratie geworden? Niemals, bei einem derartigen Manipulieren!
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von wilhelm wilhelm ist gerade offline | 25.1.2009 12:37 Uhr
Die parlamentarische Demokratie ist – im Prinzip - eine gute Sache
Dem Bürger fehlt oft das Wissen, welche Konsequenzen seine Entscheidungen haben würden. Und er entscheidet spontan nach dem jeweils naheliegensten Kriterium. Die Leserbriefe der Zeitungen geben davon ein deutliches Bild. Mir machen Bürgerentscheide deshalb eher Angst. (Ein Raucher schrieb, er werde sein Wählen am Rauchverbot festmachen. Ist das der mündige Bürger?) Leider haben Untersuchungen zu Tage gefördert, dass unsere Parlamentarier oft keine Zeit haben, sich mit dem zu beschäftigen, worüber sie entscheiden. So der eine Teil; die anderen kennen die Folgen ihrer Entscheidungen, entscheiden aber nicht als Vertreter des Volkes sondern als gehorsame Diener irgendwelcher Lobbys. Sie können es auch gefahrlos tun, weil der Mündige Bürger sich bei der nächsten Wahl wieder einwickeln lassen und wieder dieselben Parteien wählen wird. (Hessen? Da waren die Wähler gekränkt; mit dem Versagen der Parlamentarier in ihren ureignen Aufgaben hatte die Wahl nichts, gar nichts zu tun.)
Comment
von unbekannt | 25.1.2009 13:28 Uhr
Da haben Sie leider recht.
Wie man vielen Kommentaren entnehmen kann, geht es vielen auch gar nicht um die konkreten Ziele der VE, sondern nur, dem jeweiligen politischen Gegner zu schädigen. Verantwortlichkeiten werden nicht gekannt und die Kosten nur in eine Richtung gerechnet. Teilweise werden sogar Dinge als Tatsachen dargestellt, die nur einer bestimmten politischen Richtung oder Lobbynutzen entsprechen.

An sich ist die direkte Demokratie ja eine tolle Sache, man braucht aber einfach auch ein engagiertes, gebildetes Volk um daraus auch eine erfolgreiche Sache zu machen. Hier lässt sich einfach noch zuviel mit Geld und Halbwahrheiten punkten.
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von yellow yellow ist gerade offline | 25.1.2009 12:48 Uhr
pro oder contra
Ich war ein großer Freund von Volksabstimmungen, hab schon immer die Schweizer bewundert. Inzwischen bin ich zu einem Skeptiker geworden. Die Praxis zeigt dass solche Abstimmungen nur mit großer Geld- und Medienunterstützung möglich sind. Dutschkestrasse und Spreeufer sind anders gelagert da nur auf Bezirksebene.
Comment
von dali dali ist gerade online | 25.1.2009 18:16 Uhr
Richtig @yellow, da ist nämlich der Knackpunkt
bei kleinen Sachen auf Bezirksebene, ist es denkbar, das plebiszitäre Elemente erhalten bleiben,
darüber aber ist jeglicher Manipulation unterworfen.
Am Ende werden wir nur noch von BLÖD regiert.
Weg mit den Volksentscheiden...
Comment
von cyrano cyrano ist gerade offline | 25.1.2009 23:13 Uhr
Muss- und Kann-Bestimmung
Der Senat hält sich an die Muss-Bestimmung des Gesetzes. Und das ist nicht nur sein gutes Recht. Da sich bei einer Zusammenlegung des VE mit der Europawahl die Ergebnisse maßgeblich beeinflussen könnten, was Pro-Reli ja auch annimmt und ausnutzen möchte, ist eine Trennung der Wahlen die einzig richtige demokratische Entscheidung. Schließlich sollen Wahlen nicht durch Seiteneffekte entschieden werden, sondern durch den Willen der Mehrheit der Wahlberechtigten. Zwar ließe sich dieser Wille nur durch eine Wahlpflicht exakt ermitteln, aber daran wäre gerade Pro-Reli nicht interessiert. Denn diese Leute wissen sehr wohl, wie die Wahl dann ausginge: Kein Wahlzwang zwischen Ethik und Religion.

Gesetz über Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid
(Abstimmungsgesetz – AbstG)
vom 11. Juni 1997 (GVBl. S. 304),
geändert durch Gesetz vom 20. Februar 2008 (GVBl. S. 22)
Abschnitt III
Volksentscheid
§ 29 Herbeiführung
(1) Ist ein Volksbegehren zustande gekommen, so muß
1. über den begehrten Erlaß eines Gesetzes oder über die begehrte Fassung eines sonstigen Beschlusses innerhalb von vier Monaten nach Veröffentlichung des Gesamtergebnisses,
2. über die vorzeitige Beendigung der Wahlperiode innerhalb von zwei Monaten nach Veröffentlichung des Gesamtergebnisses, ein Volksentscheid herbeigeführt werden. Die Frist nach Satz 1 kann nach Anhörung der Vertrauenspersonen vom Senat auf bis zu acht Monate verlängert werden, wenn dadurch der Volksentscheid gemeinsam mit Wahlen oder mit anderen Volksentscheiden durchgeführt werden kann.
(2) Der Volksentscheid über einen Gesetzentwurf oder über einen sonstigen Beschlussentwurf unterbleibt, wenn das Abgeordnetenhaus den begehrten Gesetzentwurf oder den sonstigen Beschlussentwurf inhaltlich in seinem wesentlichen Bestand unverändert annimmt. Das Abgeordnetenhaus hat dies ausdrücklich kenntlich zu machen.
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von rcc1 rcc1 ist gerade offline | 7.5.2009 17:40 Uhr
Volksbegehren
Ich bin einverstanden mit Ihnen, iris.s, weil meiner Meinung nach Volkentscheide nur in Grenzen zur Geltung kommen. Beispielsweise, wie Sie gesagt haben, aufkommen gewisse Situationen, wenn die schwere Probleme eine direkte Erwiderung benötigen und die Regierung schnell reagieren musss, um einen Notstand zu vermeiden. Trotzdem in unserer Zeit, wenn geringe Wahlbeteiligung, bestimmt unter jungen Erwachsenen, auf eine politische Apathie deuten, ist es notwendig Leute zu ermutigen, ihre Stimme abzugeben. Außerdem könnte man sagen, dass in Anbetracht der Tatsache, dass die verschiedenen politischen Parteien sich ähneln, ist es leichter, in Politik sich engagieren, wenn man die wichtigen Angelgenheiten Stück für Stück in Betracht ziehen und einfach ja oder nein wählen. Als eine Studentin, weiß ich, dass dies wirklich für mich und meine Freunden ist. Es scheint mir eine efektivere Methode zu sein, die Meinungen von einem weiteren Spektrum der Bevölkerung zu sammeln und das könnte nur etwas positiv sein.

In Bezug auf Pro Reli hat das Volksbegehren zu Aktionen führen und obwohl es ein bisschen verwunderlich ist, hat Berlin (eine zu großen Teilen atheistische geprägten Stadt) verpflichtenden Religionsunterricht verteidigt. Zum Beispiel war die Christdemokraten natürlich grundlegend in der Kampagne und sie haben innerhalb von vier Monaten 170.000 Unterschriften akquiriert. Ich finde, dass es gar nichts gibt, dass demokratischer ist: jemand ist im Recht, zu kämpfen und ihre Stimme eigenverantwortlich abzugeben. Persönlich, wenn ich über den Iraq-Krieg insbesondere denke, komme ich zu dem Schluss, dass Referunden die Bürger einer Landes mehr Gewalt geben könnten, damit nicht nur eine ganze Hand voll von Männern die Gewalt und Autorität haben, um die wichtigsten Entscheidungen zu treffen, wie mit dem Iraq-Krieg.
Comment
von jg11v07 jg11v07 ist gerade offline | 10.5.2009 16:42 Uhr
Ihr gutes Recht
Ich komme aus England und wünschte mir dass wir auch wie in Deutschland das Volksbegehren-System hätten, das ein mehr demokratisches System hervorruft. Dennoch, habe ich Freunde in Berlin, die sich über die Weise wie das System ausgeführt wird, beklagen. Anscheinend fühlen die Deutschen das die Regierung das Volksbegehren nicht wirklich unterstützt und den Abstimmungen nicht immer zusagen.

Die Assoziation „Mehr Demokratie eV“ beurteilt die derzeitige Behandlungsweisen als unbefriedigend und nur in sechs deutschen Staaten als benutzerfreundlich zu sein; in Nodrhein Westphalen, Saxony, Thuringen, Bavaria, Hamburg und Berlin. „Mehr Demokratie“ arbeitet seit Jahren deshalb, um das Recht zum Volksbegehren bürgerfreundlicher zu machen und es von den hohen Hürden zu befreien.

Die von Pro Reli organisierten Diskussionen über Religion und Ethik untersuchten genau, was in den Schule gelehrt werden sollte. Es hat gezeigt, dass die Bevölkerung es sehr ernst nimmt, was den Kindern in den Schulen gelehrt wird. Weiterhin, “trotz der großen Enttäuschung konnte Initiator Christoph Lehmann dem Ergebnis auch Positives abgewinnen. "Die Stadt Berlin, die als Hauptstadt des Atheismus gilt, hat monatelang über Religion diskutiert."” Der Artikel macht weiter, dass, “Ähnlich sah es auch der evangelische Landesbischof Huber: "Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht, aber Pro Reli hat die ganze Stadt mit der Diskussion über den Religionsunterricht bereichert”. (http://www.freiewelt.net/nachricht-904/volksbegehren-pro-reli-gescheitert.html)

Obwohl ich nicht Pro Reli war, bin ich doch für das Bleiben des Volksbegehren aber ein mehr gerechtes System.
Comment
von bex bex ist gerade offline | 11.5.2009 14:23 Uhr
Ihr gutes Recht...
Leider, denke ich, dass Sie richtig sind. Wenn man politischbewusst ist, oder man hat eine starke Meinung an dem Thema, dann kann man eine objektive Entscheidung machen. Jedoch, für viele Leute machen die Anzeigen und Posters der Organisationen am reichsten viele Einfluss. Das Problem ist, dass die Organisationen, die am reichsten sind, sind nicht immer die ehrlichsten. Wenn man stimmt, muss man eine Meinung ganz allein formulieren, und es ist vielleicht nicht möglich, wenn man mit diesen Wahlkämpfen bestürmt wird. Obwohl ich glaube, dass diese Situation total ungerecht ist, ist es schwer zu ändern. Deutschland ist eine Demokratie, und Redefreiheit ist die Hauptsache einer Demokratie, also ein Wahlkampfverbot ist nicht die Lösung. Vielleicht soll es eine Menge sein, und die Parteien können nie mehr als diese Menge an Wahlkämpfe ausgeben. Mit dieser Regelung, Wahlen werden gerechter sein.

Mit Bezug auf den religiösen Aspekten dieses Berichts, denke ich, dass die Regierung und die Kirche nicht so gekoppelt sein sollen. Besonders in Hinsicht auf Erziehung. Die Entscheidung, ob eine Schule Religion unterricht, soll eine Mitentscheidung zwischen die Schule und die Schüler sein. Weiterhin wenn diese Entscheidung ‚ja‘ ist, muss die Schule viele verschiedene Religionen einfügen, um Vielfalt zu benünstigen.
Comment
von 22830189 22830189 ist gerade offline | 14.5.2009 11:14 Uhr
Bürgerentscheidungen: der Sieg der Demokratie oder Bauchgefühl?
Es ist egal ob es einem gefällt oder nicht, man muss einsehen, dass Bürgerentscheidungen zur Demokratie gehören und davon untrennbar sind. Trotzdem ist es klar, dass die Demokratie an sich nicht perfekt ist, aber wie Churchill gesagt hat, bisher ist leider nichts Besseres erfunden worden.
Die Schwächen von Volksentscheidungen repräsentieren die Schwächen der ganzen Demokratie, und zwar dass (1.) man sich entscheiden kann, seine Stimme einfach nicht abzugeben und (2.) dass man ohne ausreichende Information von komplexen, hochkomplizierten Sachen wählen darf. Entscheidungen, die auf eine demokratische Weise gemacht werden, sind deswegen immer umstritten.

Niemand fragt die Wähler, die in die Wahlzelle gehen, ob sie eigentlich ein relevantes Studium absolviert haben oder übrigens wie viel Zeitungsartikel sie über das Thema gelesen haben. Außerdem sind meistens die Informationen, die einem zur Verfügung stehen, nicht neutral, sondern manipuliert, um irgendwelche Interesse zu unterschützen. Die Anzahl von diejenigen, die über Fachwissen verfügen, ist relativ gering. Auf dem Stimmzettel sind die möglichen Konsequenzen der Wahl nicht aufgezählt, also wir können sagen, dass oft aus Bauchgefühl gewählt wird.

Dann freut sich der gute Bürger, dass seine Meinung ernst genommen wird, aber während er sich mit einer eher sinnlosen oder relativ unwichtigen Sache beschäftigt (und dafür sorgt die Media), werden im Hintergrund viel wichtigere Entscheidungen und Maßnahmen getroffen, ohne ihn davon gefragt zu haben. Eine Illustration dieser Fall ist warum die Bürger nun von Pro Reli gefragt werden und warum sie einst (2002) nicht von der Einführung vom Euro gefragt wurden?

Ich bin also ein bisschen skeptisch, was Bürgerbegehren angeht.
Comment
von brij brij ist gerade offline | 15.5.2009 13:51 Uhr
Volksbegehren
Sie bringen einigen wichtige Themen zur Sprache, besonders die Frage über Personen, die kein teil zu nehmen entscheiden. Ich würde sagen, dass es nicht unbedingt eine Schwache ist : wenn man keine Meinung geben wollen, könnte es auch viel sagen.

Gibt es einfach keine Optionen, die ihre Meinung repräsentieren? Soll der politische Prozess also verändert werden?

Theoretisch, werden alle Meinungen in einem demokratischen Land repräsentiert. Also wenn junger Leute kein Stimme geben wollen, vielleicht ist das Problem, dass es keinen junger Minister geben. Bevor hat Obama an der Wettfahrt des US-Präsident teilgenommen, haben wenig Amerikaner mit afrikaner Herkünfte sich für den Politik interessiert, also haben sie kein teil genommen.

Oder interessiert man sich einfach nichts? Warum ist es so? Würde jede Folgen keine Unterschiedlichkeit zu seinem Leben bringen?

Also soll man vielleicht nicht befragt werden. Leider, haben auch ignorante Leute das Recht eine Meinung anzugeben, aber warum soll jedermann sich entscheiden, wenn sie nicht von dem Resultat beeinflusst würde?

Ich würde deshalb empfehlen, dass die Volksbegehren nur für Interessanten sein sollen, und dass die Begründungen für die die Leute kein teil nehmen wollen erforscht werden. Wenn der Politik relevanter werden, würden die Volksbegehren auch relevanter werden.
Comment
von hlb2v07@soton.ac.uk hlb2v07@soton.ac.uk ist gerade offline | 15.5.2009 11:44 Uhr
Religionsunterricht
„Religion ist keine Privatsache. Zwar wollten immer wieder Menschen die Religion in den Herrgottswinkel zuhause verbannen, aber das hat zu allen Zeiten nicht so recht funktioniert. Religion ist öffentlich und wichtige Gestaltungskraft in unserer Gesellschaft.” (Dr Winfried Dalferth, 2009) Ethik ist immer ein obligatorisches Thema in Berlin, seit 2006 nach der Todesfall von einer türkischen Frau, die von ihrem Bruder wegen ihres westlichen Lebensstils ermordet war . Jedoch Religion, ungleich das meiste Bundesländer nur wahlfrei in Berlin ist. Viele wollten dieses ändern und damit das Status der Religiön- und Ethikklassen gleich ist. Außerdem bedeutet das, dass auch Musselin, Katholiken und Protestanten getrennt unterrichten würden. Ob dies eine gute Idee wäre, ist sehr umstritten. Ich würde mit die Leute, die das sagen, dass die Trennung der Studenten von verschiedenen Religionen würde die Teilungen zwischen religiösen Gemeinschaften ansteigen, einstimmen. Die offiziellen Daten sagt, dass der Volksentscheid hat nicht die 25% „ja“ Wahlstimmen oder eine Summe von 611.422, die es gebraucht erreicht . Jedoch was wichtig ist, ist dass nur 29% von den berechtigten Wählern gewählt haben. Die Anzahl der Wähler ist interessant, weil wie „Yellow“ hat gesagt, dass heutzutage das Geld und Stütze können das Ergebnis von Wahl oder Volksentscheid bestimmen. Es bedeutet, dass wir immer Demokratie und diesen Volksentscheiden bezweifeln - wenn sie sehr selten die Anzahl der Wahlstimmen erreichen um die Gesetze zu ändern.

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